Wie Venturianlage einstellen?

Diskutiere Wie Venturianlage einstellen? im Gas Cafe Forum im Bereich LPG Autogas; Hallo, ich mache mal einen neuen thread auf: LPG getankt, Laptop an und zwei Stunden versucht den Motor am Laufen zu halten. Keine Chance !...

  1. #1 Hobel, 21.08.2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 21.08.2008
    Hobel

    Hobel Guest

    Hallo,

    ich mache mal einen neuen thread auf:

    LPG getankt, Laptop an und zwei Stunden versucht den Motor am Laufen zu halten. Keine Chance !

    Nach Umschalten auf Gas reagiert die Lambdasonde träge wie eine Schlaftabelette, macht alle 2s mal einen Wechsel und bei jedem Gasgeben geht er aus, es sei denn man gibt so langsam Gas, dass das Stellventil ganz langsam mitkommt. Es ist schon Zufall, wenn er im Moment des Umschaltens überhaupt anbleibt, egal wie Ventil und Schraube am Verdampfer stehen.

    Ich finde da auch keinen Einstellparameter für die Schnelligkeit der Regelung. Bei Benzin macht die Sonde 2-3 mal die Sekunde einen Spannungssprung über den Trip-Point, mit Gas alle 2s einen oder sie klebt mager oder fett fest.

    Nur wenn ich ganz langsam Gas gebe und die Schrittzahl am Ventil auf dem Bildschirm langsam hochkommen lasse bleibt er an, geht aber dann aus, wenn ich das Gas schlagartig loslasse.

    Stimmen diese Übelegungen: ?

    Die Stellschraube am Verdampfer (emmegas) gibt einen Faktor k an für folgende Formel: Gasdurchfluss = k * Unterdruck im Saugrohr.

    D..h. sie muss so stehen, dass über den Drehzahlbereich das stöchiometrische Gemisch bestehen bleibt. Die Lambdasonde und das Ventil sind dann nur noch dazu da um diese gerade herum fein zu regeln aber sie sind nicht dazu da das gemisch als solches einzustellen. Prinzip wie beim Vergaser aus alten zeiten, je mehr Luftdurchsatz umso mehr Sprit geht durch die Düsen. Die Bohrung der Düsen und die Luftmengenkorrekturbohrung hinten geben den Faktor k an, je grösser das Loch vorne, desto fetter wird das Gemisch.

    Das würde bedeuten, dass ich in mühevoller Kleinarbeit die Position herausfinden muss, wo der Motor gut Gas animmt, ohne abzusaufen oder abzumagern bis er ausgeht? Das würde auch sehr genau halten, das weiss ich von der K-Jetronic her.

    Ist es schlimm, wenn die Lmbdasonde alt ist, d.h. hier 14 Jahre? Auf benzinbetrieb arbeitet sie noch ganz normal. Leider kriege ich die nicht raus, ohne den Zylkopf abzubauen, es ist viel zu eng hinter dem Motor, sie sitzt im Abgaskrümmer drin.
     
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  3. #2 hinaksen, 21.08.2008
    hinaksen

    hinaksen AutoGasKenner

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    Moin,
    ich beschreib mal mein laienhaftes Verständnis dieser Zusammenhänge:

    Verdampfer: Ein Druckminderer, der durch den Unterdruck des Venturis gesteuert wird. Hierbei muss die Leistung (Durchflussrate) des Verdampfers zur Motorleistung stimmen.
    (Bei meinem sind zwei Einstellschrauben dran. Eine Imbussschraube wird mit Sensitivity/Empfindlichkeit beschrieben. Eine Rändelschraube, wird mit Idle/Leerlauf beschrieben. Einstellung: Schlauch ab, Gaszufuhr sicherstellen, Rändel zu, Imbuss zu bis gasfluss gerade stoppt dann ein ganz leichtes säuseln produzieren, danach Rändel 1 1/4 Umdrehungen auf. Die Rändelschraube steuert einen Beipass, der sicherstellt, dass auch im Leerlauf genug Gas angeboten wird.) Der Unterdruck des Motors zieht beim Gas geben die Membran auf, der Gasfluss nimmt zu oder ab, schon fertig.

    Power Valve (im Gasschlauch) bei ungeregelten Anlagen ändern nun den Querschnitt, 3/4 auf Motor an und CO Wert damit einstellen. Diese Power Valve wird bei der geregelten normal durch den Stepmotor ersetzt, der dann vom Lambdasignal gesteuert wird. Ja, die Regelung läuft etwas langsamer. Der Stepmotor wird durch die Regelung in der Regel in eine Grundposition gefahren (quasi die CO Einstellung bei ungeregelten). Diese Grundpostion nimmt der Stepmotor mit "Zündung an" ein, sodass beim umschalten auf Gas (ohne das erste Lambdasignal) diese Postion bereits steht und der Motor halt nicht ausgeht. Um diese Postion herum wird dann geregelt.

    Das ist es dann eigentlich mit Venturis.

    Bietet deine Anlage keine Selbstadaption an? Bei der BRC JUST läuft bei Erstinbetriebnahme (EEPROM muss dafür zurückgesetzt/gelöscht werden) ein Programm ab, wobei man an bestimmten Punkten unterschiedliche Aktionen durchführen muss. (Der Motor muss dafür auf Betriebstemp sein) Eine davon ist die Erhöhung der Motordrehzahl auf 3000U und das halten dieser Drehzahl. Während dieser Aktion schaltet dann die Anlage das erste mal auf Gas um und justiert dann die Lambdaregelung. Damit wird dann die Grundposition (Reset Postion) des Stepmotors festgelegt. Danach läuft das Ding dann.
    Wenn deine Anlage das nicht bietet, probier halt die Mittelposition 128, denn die Stepper haben 256 Positionen. Falls dann zu fett reduzierst Du halt etwas. Oder Du hällst die Drehzahl auf 3000U beobachtest die Lambdaregelung und wenn die pendelt, merkst Du Dir die Postition des Stepmotors. Dieser Wert ist dann die Grundpostion, die Du einprogramieren musst.

    Lambdasonde: Wenn die zwischen 0,9 und 0,1 V pendelt (gemessen mit Ossi) ist die ok. Wenn sie statt 0,9 ur noch 0,7 erreicht ist sie gealtert und sollte raus) Es gibt da auch noch andere Fehlerbilder, aber das würde hier jetzt zu weit führen.

    Ich hoffe, dass diese Ausführungen dir helfen.

    Gruß
     
  4. #3 Hobel, 21.08.2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 21.08.2008
    Hobel

    Hobel Guest

    Hallo,

    ehrlich gesagt bin ich jetzt fertig mit der Welt und auch der Anlage X( Ich versuche es mal zu beschreiben. Den Autokonfigurationsmode habe ich bis zum Abkotzen getestet, bringt nichts.

    1. Problem : Es überhaupt zu schaffen, dass der Motor an bleibt beim Übergang. Das funktioniert nur, wenn ich ihn per Hand am Leben halte, dann aber läuft er auch. Und es funktioniert nur, wenn die Verdampferschraube (bei mir gibt es nur eine) sehr weit auf ist.

    2. Problem: Läuft er dann gemütlich im Leerlauf vor sich hin kann ich die Lambdaregelung einschalten. Irgendwann sieht man auf dem Oszi eine wechselnde Lambdaspannung und der Steppermotor steht so ungefähr bei 70-80 Schritten bei 900 Umin. Dabei ist es völlig egal wie die verdampferschraube steht, ob voll auf und voll zu. Der Steppermotor macht vielleicht gerade mal 5 Schritte.

    Fall a: Lambdaregelung ist ein:

    Gebe ich zu schnell Gas stirbt er ab, bzw erreicht er keine Drehzahl. gebe ich ganz langsam gas zieht der Steppermotor nach und nach einer Weile erreiche ich 3000 Umin bei ca 110 Schritten. Es ist keinerlei Gasschub möglich bei dieser Einstellung, der Steppermotor läuft endlos langsam.

    Fall b: Lambdaregelung ist aus:
    Schritte @ 900 Umin: 75
    Schritte @ 3000 Umin: 150

    Bei dieser Einstellung nimmt er Gas an aber auch nicht sauber, fällt kurz ab und kommt dann wieder. Je weiter ich den oberen Bereich ziehe, desto schneller reagiert der Steppermotor. Ich habe den Eindruck, dass er das bestimmende Glied ist, nicht der Verdampfer. Da sich Änderungen in den Einstellungen bei ihm sehr extrem auswirken, die Rändelschraube hingegen so gut wie gar nicht.

    Nun meine Schlussfolgerungen:

    Wie funktioniert die KA-Jetronic? Tritt man aufs Gas geht die Drosselklappe auf und der Motor verlangt nach mehr Luft. Die Stauplatte geht hoch und gibt mehr Luft frei, gleichzeitig öffnet sie den Mengenteiler und es gibt mehr Benzin. Das läuft gleichzeitig ab, das Verhältnis Luft: Benzin bleibt im Gleichgewicht. Die Einstellung der Schrauben am Mengenteiler ist ein Maß dafür, welche Benzin-Mehrmenge einer Auslenkung um x Milimeter entspricht.

    Genau diesen Prozess muss die Stag100 nachbilden! Aber wie soll sie das tun? Es fehlt ihr eine Information über die Stellung der Drosselklappe. Die Lambdasonde reagiert unendlich träge, der Motor ist längst abgestorben bevor die meldet: zu mager. Das sieht man auch gut an den Diagrammen, beim Gasstoss fällt die Spannung sofort ab und der Steppermotor setzt sich ganz langsam in Bewegung weiter zu öffnen, viel zu langsam.

    Anders, wenn ich die Lambdasonde abschalte: Dann folgt der Steppermotor schnell der steigenden Drehzahl. Aber die Drehzahl ist ja davon abhängig wieviel Sprit kommt! Die beiden Punkte 900umin: 75 Schritte und 3000 Umin: 150 Schritte bilden eine Gerade mit einer Steigung, die vermutlich so ungefähr das Verhalten der KA-Jetronic nachbildet. Aber wie soll die Drehzahl steigen, wenn nicht genug Sprit zur Verfügung steht? Es fehlt im regelkreis die Sollgrösse und die ist nunmal das Drosselklappenpoti, danach hat sich der Steppermotor zu richten, wieviel Gas er freigibt.

    Auf die Idee, die Steppermotorschritte aufzuschreiben bei verschiedenen Drehzahlen mit Lambdaregelung bin ich schon gekommen und diese , es passt nicht.

    Überdies: Ich würde nie eine Abnahme kriegen mit einer ungeregelten Gasanlage, die wie ein Vergaser arbeitet, wo nur eine Kennlinie abgefahren wird.

    Mir bleibt nur die Möglichkeit die Anlage wieder rauszuwerfen und die 500 Euro als Lehrgeld anzusehen. Oder ein anderes Steuergerät zu besorgen was passt und die ganze Verkabelung nochmal zu machen.

    Eine andere Fehlerquelle kann der Mischer sein: Der wurde von mir nur danach ausgesucht, dass er in das Ansaugrohr passt. Originaldurchmesser: 60mm. Düsendurchmesser: 35mm. Normalerweise werden die Mischer aber nach Fahrzeugtyp entwickelt, damit das Verhältnis Luftmenge/Gasmenge stimmt. Laut BRC Katalog ist der für diverse 2 Liter Turbomotoren.
    Für meinen Wagen gibt es leider keinen passenden Mischer im Katalog von BRC und auf Nachfragen per e-mail antworten die nicht.
     
  5. #4 Tomek81, 22.08.2008
    Tomek81

    Tomek81 AutoGasMitwisser

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    ist der mischer auch richtig rum montiert?
     
  6. Hobel

    Hobel Guest

    Natürlich, sonst liefe es ja gar nicht..
     
  7. #6 Hobel, 22.08.2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22.08.2008
    Hobel

    Hobel Guest

    Hallo,

    könnte ein Experte (hinaksen?) hier vielleicht mal mitlesen? :-)

    Ich habe heute kurz die Magnetventile des verdampfers an einen Akku gehalten (Steuergerät vorher abgeklemmt) und das Gas mal strömen lassen (stinkt nach faulen Eiern). Zuegdreht, dann auf bis säuseln, dann 1,25 Drehungen weiter. Da säuselte es schon bei Umgebungsdruck, von der Menge her so wie wenn man eine Lötlampe aufdreht.

    Dann in der Software mal das Ventil auf voll auf geschaltet, so als wäre es nicht da, d.h. der Einstiegspunkt bei 250, und Eingrenzung ebenso. Dann den Wagen gestartet und bei 3000 umschalten lassen.

    Egal wie ich es auch drehte, er ging sofort aus, auch kein Nachlauf auf Gas.
    Dann weitere Einstellungen der Verdampferschraube getestet bis voll auf. Der Motor blieb nie an.

    Stellt sich die Frage: Kommt da überhaupt Gas an oder ist die Mischerplatte vielleicht so falsch, dass das Gemisch gar nicht stimmt? Oder der Druck gar nicht erst erreicht wird, der nötig ist um Gas zu ziehen.

    Um der Sache auf den Grund zu gehen werde ich heute abend mal einige Schläuche abmachen und mit der Hand etc prüfen wieviel Unterdruck da denn so drauf ist. Es müsste, so meine ich möglich sein, dass die Anlage auch ungeregelt läuft, wenn ich das Ventil mal ganz rausnehme. Um den Unterdruck zu steuern vielleicht eine Klemmschelle auf den Schlauch vom Mixer setzen, so würde sich die Gaszufuhr auch drosseln lassen, falls er überfettet. Ist er übermagert wird es natürlich schwierig, dann stimmt die Mixerplatte nicht.
     
  8. #7 hinaksen, 22.08.2008
    hinaksen

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    Moin,

    ist eine blöde Frage, aber nur zur Sicherheit.

    Die Reihen folge der Teile sind hoffentlich so.
    aus Richtung Luftfilter zum Motor:
    Luftfilter, Luftkanal, Gasmischer, Drosselklappe, Rest vom Motor

    Der Stepper geht normal nie soviele Steps!! Der pendelt normal um die Grundposition also z.B. 150 plus minus 5. Das macht der bei 1000U genau wie bei 3500U egal, denn der Unterdruck vom Venturi regelt den Gasfluss im Verdampfer (Membran weiter auf bzw. zu. Bei Dir scheint der Verdampfer gar nichts zu machen. Der Gasdruck stimmt überhaupt nicht.
    Gründe:
    1. Verdampfereinstellung (du hast in alle Richtungen gekurbelt und da das gar keinen Einfluss hat gehe ich davon aus, dass diese Rändelschraube der Bypass ist. Da muss noch eine zweite Schraube sein!

    2. Am Verdampfer kommt gar kein gescheiter Unterdruck an. Venturi passt von den Werten nicht, oder eben hinter der Drosselklappe eingebaut! Denn hinter der Drosselklappe sind die Unterdruckverhältnisse genau entgegen dem was der Verdampfer braucht. Du brauchst Leerlauf wenig U druck (Klappe ist dicht der Motorunterdruck kommt da also gar nicht hin) Gas geben, Drosselklappe geht auf der Unterdruck des Motors wirkt mehr und mehr auf den Venturiring und damit verstärkt auf den Verdampfer, der macht dann mehr auf.

    TPS:
    Du gibt dem schon ein Schaltsignal das gerade Gas gegeben wird, oder? (Leerlaufschalter) Das langt normal, streng genommen heißt das dann für die Gasanlage Vollgas oder Leerlauf.
    Die weitere Regelung wird dann durch das Lambdasignal bestimmt.
    Ganz ohne TPS Signal kann es nicht gehen.

    So geht das bei der Just und ich gehe nicht davon aus, dass die STAG da mit anderem Wasser kocht.

    Umschaltung:
    Bei der Just wird beim umschalten für eine kurze Zeit (3/10 sek) Benzin und Gas gleichzeitig angegeben. Erst dann wird Benin abgeschaltet. Das verhindert ruckeln. Bei Deinem Motor ist dies wohl ein Problem (KA Jet) , er sollte aber deswegen trotzdem nicht ausgehen.


    Vielleicht meinst Du jetzt "Solch eine Pfeife" aber aus der Ferne gedacht möchte ich erst mal sichergehen, das es so verbaut ist.


    Gruß
     
  9. #8 hinaksen, 22.08.2008
    Zuletzt bearbeitet: 22.08.2008
    hinaksen

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    HUch, gerade geschrieben und beim abspechern gemerkt, das der Hobel auch gerade was geschrieben hat.

    Verdampfer liefert also Gas. Unterdruck ? Was ist mit Position der Drosselklappe?

    Benzinzufuhr ist ganz sicher im Gasbetrieb abgeschaltet?

    ungeregelt laufen lassen.
    Ja, das geht, ob die Klemme reicht? normal ist dafür die so genannte Powervalse zuständig. Das ist ein stück Rohr mit einer dicken Schraube, also 16er Rohe mit einer entsprechenden Schraube die den Gasfluss ganz stoppen kann.

    Gruß
     
  10. #9 Hobel, 22.08.2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22.08.2008
    Hobel

    Hobel Guest

    http://www.emmegas.net/fotos/downloads/catalogues/catalogue_e.pdf

    Ich habe den Verdampfer mit nur einer Schraube. Siehe Katalog.
    ML 94 EP. Da ist nur vorne eine Rändelschraube dran.

    So sieht er aus, an de reinen Seite habe ich eine Schraube reingedreht und ihn damit an der Karosse festgemacht, scheint eine Distanzschraube zu sein:

    http://www.lpgforum.de/forum/showthread.php?t=4222

    Die Düse ist natürlich vor der Drosselklappe eingebaut. Es gibt jedoch keinen Leerlaufschalter, nur einen für Volllast der aber wenig bringt, weil der nur bei Bleifuss die Lambdasonde abschaltet.

    Sobald meine Kinder (2 und 5) im Bett sind (die sich nur noch streiten und brüllen..... mir platzt gleich der Schädel) werde ich nochmal rangehen und einige Signale manuell einspeisen, zB mit einem Netzteil ein TPS Signal erzeugen. Und auch mal prüfen wieviel Unterdruck da ankommt. Der pendelt laut MFA Anzeige so zwischen 300mbar und 1,2 bar, da ein Drucksensor im Rohr verbaut ist, der den Verbrauch berechnet.
     
  11. #10 hinaksen, 22.08.2008
    hinaksen

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    dann versuch es erstmal mit ungeregelt, obwohl du sowass ja schon durch hast (Stepper auf 250 gestellt).

    Kann leider zu deinem Verdampfer so nichts weiter sagen, vermute aber, dass dort das eigentliche Problem liegt.

    TPS: Wenn dein Steuergerät den Typ ON OFF kennt, müsstest Du auch direkt 12 V von der Batt dranlegen können (zur Sicherheit erstmal über einen 10k Widerstand) aber ohne TPS geht gar nichts (bei geregelt). Dazu musst Du wohl einen Annäherungsschalter (reedkontakt mit Magnet) geeignet am Gaszug anbringen)

    Diese nette Schraube, die dabeiglegen hat: Hat die in der Mitte ein Loch? Sieht aus wie ne Düse. Hast Du die zur Befestigung genommen?

    Gruß
     
  12. #11 Hobel, 22.08.2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22.08.2008
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    Hobel Guest

    Hallo,
    klar habe ich die Schraube zur Befestigung genommen, das blöde Ding hat ja sonst keinerlei Ösen etc um es anzuschrauben. Und ein Loch hatte das auch nicht, nur so einen abgedrehten Kegel innen, der übrig bleibt, wenn man in Vollstahl ein Loch dreht. Das sah genauso aus, damit man es an die Spritzwand montiert, damit ein Abstand da ist wegen der Hitze. Den Verdampfer habe ich in den Kreislauf geschaltet, direkt hinter den Ölkühler.

    Ich habe auch keinen ML03 sondern den ML 94 und der ist schon richtig.

    Aber was anderes habe ich gefunden, mehr nachdenkend und rauchend als wirklich arbeitend. Der Motor war gar nicht mehr auf Gas startbar, keine Chance.

    Der Unterdruck am Venturi-Schlauch ist am höchsten im Leerlauf. Das ist der normale statische Unterdruck im Saugrohr und hat nichts mit dem Venturi Effekt zu tun. Gebe ich Gas nimmt der Unterdruck ab (an der Hand getestet) je schneller der Motor dreht, obwohl der sich bei 3000 locker einige hundert Liter pro Minute reinzieht. Normalerweise müsste der Unterdruck immer stärker werden, je schneller die Luft durchströmt.

    Der Verdampfer: Mal etwas mit der Rändelschraube gespielt und Magnetventile mit Akku geöffnet. Lässt sich von Null bis lauter zischend einstellen, Gas Flirren war deutlich im Licht zu sehen, die nach unten fielen. Viel kommt da aber bei Normaldruck nicht raus, Unterdruckverhalten leider nicht testbar, es sei denn man saugt mit dem Mund dran und gönnt sich ne Prise LPG ;-)

    Daraus schliesse ich:

    Die Venturidüse passt nicht! Da müsste wesentlich mehr Unterdruck entstehen, damit auch was da ist was brennen kann. Der Motor stirbt ab wegen Abmagerung und das sagen auch die Kurven im Oszi Schreiber der Lambdasonde, wo man genau sehen was im Moment der Umschaltung passiert. Sie ist aber richtig eingebaut.

    Das System Venturi Düse und Verdampfer..... unegeregelt wäre es ja ein Zufall, wenn das stimmen würde, da MUSS ein Glied zwischen, was den Druck reduziert, sonst ist keine Abstimmung möglich. Eben die Power Valve. Die liesse sich noch zusätzlich einbauen aber ich denke die mit dem Steppermotor ist auch so einstellbar, dass die das mit abdeckt.

    Mit dem Verdampfer scheint alles ok zu sein.

    Poti: Da die weichen Inbus Schrauben der Drosselklappe jetzt rund gedreht sind, weil die bombenfest sitzt scheidet eine Anbringungung einer 2E Klappe aus, die hat nämlich ein Poti und dafür gibt es auch eine passende Mischerdüse. Auf den Austausch der ganzen Brücke habe ich denkbar wenig Lust, dabei bricht man sich die Finger bei der Enge und weiss nie ob die wieder richtig dicht ist. Aber mit einem Blech auf dem Zykl.kopfdeckel und einem echten Drosselpoti liesse sich was machen, dass die 3cm Gaszugbewegung die Potiwelle am Hebel mitziehen. Das kriege ich hin, für solche Arbeiten habe ich ein Händchen. Es bleibt mir ja nur die Regelung in der Software "per TPS", die anderen scheiden aus, Drehzahl und Lambda als Stellgrösse für den Stepper. Nein, das TPS is die gesuchte Stellgrösse, in der Software kann man genau einstellen wieviel Spannung wieviel Schritten entspricht.

    Und dann werde ich mal sehen wie ich einen passenden Mischer kriege, vielleicht den 12MM01990055 von BRC, der passt auch mechanisch.

    Denke mit passendem Mischer und dem Poti sind meine Probleme auch beendet.
     

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  13. #12 hinaksen, 23.08.2008
    hinaksen

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    Moin Hobel,

    Ich hatte das schon geschnallt, dass du den ML 94 hast, bei der Durchsicht im Katalog fiel mir der ML 03 auf (Vakuumgesteuert) daher meinte ich, der könnte besser sein.

    Unterdruck: Du bist dir absolut sicher, dass der Mischer vor der Drosselklappe sitzt!! Die von Dir gefühlten Unterdruckverhältnisse sind rein physikalisch betrachtet hinter der Klappe.
    Ich hatte diese Druckverhältnisse schon vermutet, denn im Leerlauf Step 50 später 150. 50= dichtmachen Lambda meldet fett; 150= wo bleibt denn das Gas.

    Weiste, was ich grad gemacht hab? Raus zum Auto, Schlauch ab Motor starten lassen und Druckverhältnisse testen.
    Im Leerlauf (Drosselklappe zu) ist da nichts!! Beim Gasgeben baut sich ganz langsam was auf, aber ich schätze mal im mbar bereich. Also gut fülbarer Unterdruck im Leerlauf = Mischer an der falschen Stelle. Ich behaupte mal nicht, dass der gar nicht passt.
    Also, Du bist Dir absolut sicher, dass der richtig drin sitzt?

    Verdampfer: Jo, war auf dem Foto nicht eindeutig zu sehen, ob es der Dorn vom drehen oder eine Bohrung ist.

    Stepper: Der sitzt falsch rum. Richtig ist senkrecht mit der Spule nach oben, man sieht zwar oft einen geneigten Einbau, das ist absolut falsch. Mit der Spule nach unten geht gar nicht (auf lange Sicht betrachtet, es hat jetzt nichts mit Deinen Problemen zu tun, bei hängendem Einbau wird der Stepper belastet und es kann sich Parafin absetzten, quasi Dreck fällt nach unten in die Mechanik)

    Regelung: Die Anlage kann nur nach dem Lambdasignal regeln, wie denn auch sonst, denn die Sonde meldet das Gemisch und ist der Melder des Istwertes.
    Als weitere Stellgröße sollte das Steuergerät die Information über die Drosselkalppenstellung erhalten, damit entsprechend vorgewählt werden kann, sodass die Regelung sich nicht ewig einschwingen muss. Also TPS ist eine Stellgröße, keine Regelgröße! Genauso wie die Drehzahl.

    Gruß
     
  14. therde

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    Moinsen,

    der Mischer ist richtig vor der Drosselklappe eingebaut. Wie
    ist denn die Variante mit der defekten Lambdasonde?

    Ist es eigentlich egal wo der Stepper eingebaut wird? Die
    Umbauten die ich mir so angesehen habe, dort ist der
    Stepper sehr weit Richtung Venturi-Düse verschoben
    (hat jetzt nichts mit dem Problem zu tun).

    Gruss,
    Timo
     
  15. Hobel

    Hobel Guest

    Hallo,

    natürlich ist die VOR der Drosselklappe. Die sitzt doch fest auf dem Ansaugtrakt verbaut und man kann da nicht "hinter". Den Stepper kann ich auch nicht umdrehen, dann geht die Motorhaube nicht mehr zu. ich schaue mir das aber noch bei anderen Anlagen mal genauer an, wie die das gemacht haben.

    Ich werde mir jetzt eine Audiklappe besorgen, die ein Poti hat und die verbauen. Dann habe ich den Zirkus nicht mit dem Poti basteln. Zudem gibt es zur Audiklappe auch einen passenden Mischer.

    [​IMG]
     
  16. #15 hinaksen, 23.08.2008
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    hinaksen

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    schön, Bilder sagen mehr als...

    Der Schlauch vor der Klappe ist doch die Kurbelwellenentlüftung, oder?Nehm den mal ab, stopf die Öffnung und versuch nochmal. Könnte wirken!

    Die Kurbelwellenentlüftung produziert beim Motorlauf einen Überdruck, der dem gewünschten Ziel von einzusaugendem Gas entgegensteht. Am Venturi könnte es daher zu Verwirbelungen kommen.

    Ach so, Stepper möglichst nahe am Venturi, das verkürzt die regelzeit etwas. Dort kannst Du den neben der Drosselklappe auch senkrecht stellen.

    Gruß
     
  17. #16 Hobel, 24.08.2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 24.08.2008
    Hobel

    Hobel Guest

    Hallo,

    also... den Schlauch kann ich maximal ins Freie führen, zustopfen aber nicht, da gehen rund 50l / Minute durch. Werde ich aber berücksichtigen und den ins Freie leiten das nächste Mal, dann ist die Luft für mein Motörchen auch frischer :-)

    Habe heute erstmal die Ansaugbrücke runtergerissen und da kommt eine Drosselklappe vom Audi 5E drauf, die hat nämlich ein Drossel Poti und netterweise auch einen grösseren Querschnitt, als die alte. Zudem gibt es für die einen passenden Mischer, der plug & play direkt davor gesetzt wird.
    Ich habe zwar angefangen an einem alten Nockenwellen Gehäuse eine Blechplatte anzuschweissen und habe auch ein neues Poti hier aber ich denke diese Bastelei lohnt nicht, wenn es das alles fertig zu kaufen gibt. Da ich kein Steuergerät für das Poti habe muss ich nur noch einen 5V Regler verbauen und dann habe ich die 0-5V. Die neuen Potis sind alle digital als "LIN-Bus Node" (habe ich früher mal bei Visteon entwickelt) und haben eine Logik drin, die sich auf jeden Winkel "nullen" lässt. viel zu aufwendig.
     
  18. #17 hinaksen, 24.08.2008
    hinaksen

    hinaksen AutoGasKenner

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    Moin,
    Kurbelwellenentlüftung:
    Ich meinte die Seite zum Ansaugtrakt abdichten. Dann die Gasgeschichte nochmal ausprobieren, denn wie du schon sagst können da 50l/min die dort wo die jetzt dransitzen anz schönr Verwirbelungen verursachen die der Gaszufuhr entgegenwirken. Und nochmal ja, während des probierens sollte die Kurbelwellenentlüftung einfach in freie, wenn es mit dem Gas dann gegangen wäre, könnte man die Entlüftung vor dem Mischer wieder in den Ansaugtrakt führen und dann wäre es so bei mir, war halt nur ein Vorschlag.

    TPS: Warum so auf das Poti beharren, die Frage war, ob die STAG auch TPS ON/OFF erkennt also Schaltsignal Gas ja oder nein. Das langt eigentlich. 12V. Auch die Just kriegt bei mir vom Leerlaufschalter 12V vorgesetzt, hat die keine Probleme mit, begrenzt intern diese Spannung auf TTL Logikpegel 5V, schon fertig.

    Jetzt hast Du alles schon auseinander, sicherlich ist die Brücke vom Audi zusammen mit dem pasenden Mischer die elegantere Lösung.
    Wenn die Teile da sind, wirst Du hoffentlich Erfolg vermelden können, denn hoffentlich ist die Lösung der Benzinabschaltung bei deiner KA richtig.

    Gruß
     
  19. Hobel

    Hobel Guest

    Schon zu spät :-)

    Ich glaube einfach nicht, dass die Anlage ohne gescheites Signal des TPS laufen kann, zumindest nicht effizient. Und bei der Gelegenheit fliegt auch die 22 alte Lambda Sonde raus, habe noch eine nagelneue mit Heizung.

    [​IMG]
     
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  21. Hobel

    Hobel Guest

    Hallo,

    ich habe dann jetzt eine 5E Klappe vom Audi bekommen und von einem Freund diese Mischerplatte dazu. Nur ist jetzt die Frage: Die hat drei Anschöüsse, ich habe aber nur einen Schlauch fürs Gas. Und auch keine weiteren Anschlüsse am verdampfer ausser einen, wo eine Schraube reingedreht ist, vermutlich Blindstopfen, weil der Verdampfer in zwei Ausführungen gefertigt wird.

    Wohin verdrahte ich denn jetzt diese Anscchlüsse? Oder mache ich zwei einfach zu und benutze nur den, der den Fächer hat?
     

    Anhänge:

  22. #20 hinaksen, 26.08.2008
    hinaksen

    hinaksen AutoGasKenner

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    Moin,

    Hab ich noch nie gesehen, aber sei's drum.

    Ohne raten: Der Anschluss, der direkte unterbrechungslose Verbindung zu den kleinen Löchern im Venturiring hat, muss wohl an den Verdampfer Pusten und fühlen hilft!:D

    Rate mal mit Rosenthal.
    Der linke Anschluss auf dem Bild führt ja außerhalb des Venturis. Tippe auf Entlüftung, gleiches mag für den dritten Anschluss gelten. Wird hier Staudruck für die KA benötigt?.

    Sorry mehr kann ich dazu nicht sagen.

    Gruß
     
Thema: Wie Venturianlage einstellen?
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