Tausch ECU / Irmscher zu fett

Diskutiere Tausch ECU / Irmscher zu fett im Landi Renzo Forum im Bereich Autogas Anlagen; Hallo liebes Forum, ich heiße Raoul und dies ist mein erster Post. Bisher hat mir die Suche (also ihr) immer gut geholfen, vielen Dank dafür....

  1. Raoul

    Raoul AutogasTestSchreiber

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    Hallo liebes Forum,


    ich heiße Raoul und dies ist mein erster Post.
    Bisher hat mir die Suche (also ihr) immer gut geholfen, vielen Dank dafür.
    Nun muss ich selber ein Thema eröffnen, da ich von Steuergeräten und deren Programmierung leider wenig Ahnung habe.
    Ich versuche mich trotz langer Geschichte kurzzuhalten, erst Historie, dann Fragen.
    Frage 3 und 4 interessieren mich am dringendsten :)



    Es geht um einen Opel Astra H, 1.6L, 85kW, Z16XER, 08/2008, 150000km.
    Dieser hat eine Landirenzo Omegas von Irmscher verbaut.

    Auch ich bin also beim Gebrauchtwagenkauf auf den nicht-gasfesten Motor hineingefallen. Ventile platt, also das Auto (auch wegen anderer Zickereien) komplett auf den Kopf gestellt:
    - Kopf revidiert, Ventile und Sitze gehärtet, Spiel eingestellt, beide Riemen neu
    - Kompletter Motordichsatz neu
    - Auspuff ab Flexrohr neu
    - Drosselklappe (gebraucht) neu
    - MAP-Sensor neu
    - Ansauglufttemperatursensor
    - Alle Filter neu
    - Beide Lambdasonden neu
    - Thermostat inkl. Kühlmitteltemperatursensor neu
    - Zündkerzen (normale, KEINE Gaskerzen) & Zündmodul neu
    - Motorkabelbaum neu

    Seitdem läuft der Wagen auf Benzin spitze. Kein Ruckeln, kein Mucken, alles gut.
    Wenn ich länger auf Benzin fahre, normalisieren sich die Adaptionswerte komplett, Langzeitanpassung liegt je nach Last durchgängig zwischen -0,78 und +0,78, Kurzzeitanpassung schwankt grob zwischen -2 und +2.


    __________


    Auf LPG sieht das leider ganz anders aus...
    Das Kennfeld verschiebt sich weit nach unten, die Gasanlage läuft also viel viel zu fett, das Steuergerät magert krass ab.
    Interessanterweise ist dies massiv Lastabhängig. Beim Beschleunigen liegt die Langzeitanpassung je nach Last irgendwo zwischen -4 und -2,5. Im Leerlauf liegt sie bei -9, beim „Langsamerwerden“ mit ganz leicht angetippten Gas bei -16. Kurzzeitanpassung schwankt jeweils grob zwischen -3 und +3.

    Resultat ist, dass der Wagen auf Benzin zu mager startet.
    Das Ausparken ist eine Qual, er will sich eigentlich gar nicht bewegen. Wenn er durchgängig läuft bis zur Umschaltung, ist mit der Umschaltung alles gut. Er ruckelt bei Lastwechsel ein wenig, aber er fährt OK. Steht man aber vor der Umschaltung länger im Leerlauf an der Ampel, rennt das Steuergerät auf Benzin in die Adaptionsgrenze und regelt irgendwann gar nicht mehr. Ergo läuft der Wagen dann auf LPG bis zum Neustart wie ein Sack Nüsse.

    Weil das Problem hauptsächlich in Zuständen mit sehr kurzen Einspritzzeiten und mit hohem Unterdruck stattfindet, dachte ich, dass das entweder ausgeleierte Injektoren sein müssen, ein Übergangswiderstand in den Lötstellen des Unterbrecherkabels oder eine undichte Membran.
    Daraufhin habe ich an der Gasanlage geändert:
    - Alle Injektoren neu (Schwarz gegen Schwarz, Größe stimmt also)
    - Beide Filter neu
    - Unterbrecherkabel neu
    - Verdampfer revidiert, Membran neu
    - Dichtigkeit geprüft
    - Erst Verdampferdruck selbst herabgesetzt – ohne (wirklichen) Erfolg
    - Dann Verdampferdruck von Opel einstellen lassen, die Signale von den Sensoren für Gasdruck, Wassertemperatur und Gastemperatur sind plausibel, Anlage laut Opel in Ordnung

    Warum von Opel?
    Weil die die einzigen sind, die mit ihrer Diagnosesoftware überhaupt in das Steuergerät von Irmscher kommen...
    Die haben den Druck nach Handbuch (nicht nach Hirn...) eingestellt, mehr können sie laut eigener Aussage nicht tun, Gemischadaption können sie NICHT bearbeiten.
    Problem besteht weiterhin.


    __________



    Frage 1: Warum?

    Auf Benzin läuft er einwandfrei (also wie neu), alle Verschleißteile der Gasanlage sind ersetzt und nach Vorgaben eingestellt (also wie neu), trotzdem läuft er auf LPG nicht ordentlich. Es kann doch nicht sein, dass Irmscher das damals bewusst so ausgeliefert hat? Kann sich eine Programmierung im Steuergerät selbstständig ändern? Oder übersehe ich ein ganz einfaches Problem?


    Frage 2: Wie?

    Einzige Lösung die mir einfällt ist, das Steuergerät zu tauschen, Irmscher somit rauszuschmeißen und die Anlage von einer fähigen Werkstatt einstellen zu lassen. Stimmt ihr mir zu?


    Frage 3: Was?

    Ich brauche ein Steuergerät und einen neuen Umschalter, korrekt?
    Mein Steuergerät hat den Code 616452001 mit der Aufschrift „ECU_OMEGAS_ASTRA H Z16XER“ mit der E3: 67R-016002
    Freie Steuergeräte für „3-4 CYLINDERS“ gibt es 2, nämlich Code 616264001 und Code 616467000.
    Ist es egal welches ich kaufe? Und ist es egal, ob es vorprogammiert (also gebraucht), ist oder werksneu? (siehe dazu auch Frage 4)


    Frage 4: Wann?

    Wegen des Unterbrecherkabels an den Benzininjektoren kann ich nicht ohne Gassteuergerät zum Umrüster zur Einstellung fahren. Kann ich aber mit einem unprogrammierten neuen bzw. auf ein anderes Auto programmierten gebrauchten Steuergerät die Anlage über den Umschalter ausschalten und auf Benzin fahren? Kann ich also das Steuergerät zuhause tauschen und erst DANN zum Umrüster fahren, oder muss ich auf seinem Hof basteln?
    Und wann kommt der neue Umschalter ins Spiel? Kann ich diesen ebenfalls schon zuhause wechseln, oder passiert das erst, wenn er seinen Computer an der Anlage hat?


    Frage 5: Wer?

    Habt ihr Empfehlungen für einen fähigen Umrüster im Raum Berlin, der Landirenzo Omegas verbaut und in der Lage ist, diese sauber einzustellen?
    Ich bin durchaus bereit ein paar Meter zu fahren, zu weit sollte es aber wegen eventueller Nacharbeit auch nicht sein.



    Vielen vielen Dank, dass ihr den Roman tatsächlich gelesen habt.
    Und hoffentlich auch vielen Dank für die kommende Hilfe.
    Schöne Grüße und einen schönen Abend,
    Raoul
     
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  3. #2 Adi-LPG, 04.10.2019
    Adi-LPG

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    Also für mich hört sich das verdächtig danach an, das deine Benzindüsen nicht abgeschaltet werden...
    Deswegen magert der so krass ab.
     
  4. Raoul

    Raoul AutogasTestSchreiber

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    Hallo Adi-LPG,

    ok verrückt, in die Richtung habe ich noch gar nicht gedacht, sehr interessanter Ansatz!
    Den Fehler würde ich in dem Fall aber wegen der Lastabhängigkeit trotzdem im Steuergerät vermuten und nicht in einem Kurzschluss im Kabelbaum.
    Es scheint ja immer die gleiche Menge Benzin mit eingespritzt zu werden, egal wieviel Gas angefordert wird.
    1 zu 1 wird das Signal an die Injektoren also nicht weitergegeben.
    Oder was meinst du?

    Bleiben die Fragen, welches Steuergerät und wann einbauen, auch beim Umschalter :)

    Vielen Dank!!
    Und ein schönes Wochenende,
    Raoul
     
  5. #4 Adi-LPG, 05.10.2019
    Adi-LPG

    Adi-LPG FragenBeantworter

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    Ich weiß nicht wie ne LR das macht, der Emu von Prins zickt ja auch gern mal.
    Fängt wohl mit kriechströmen im Leerlauf an und wird dann schlimmer.

    Kannst den Hobel ja mal auf Gas Schalten und dann die Sicherung der Spritpumpe ziehen.
    Wenn deine Fueltrims entsprechend reagieren, weißt ob es tatsächlich daran lag.
    Deine Beschreibung würde halt schon auf „doppelte“ Einspritzung passen.
     
  6. Raoul

    Raoul AutogasTestSchreiber

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    Hey Adi-LPG,

    das klingt nach einer durchaus möglichen Erklärung.
    Die Sicherung war eine gute Idee. Leider geht der Wagen aber direkt aus, obwohl er auf Gas läuft. Fehler wurde nicht geworfen, ich vermute aber, dass die Elektronik ohne Pumpe einfach streikt.
    Gibts noch einen anderen Vorschlag, wie man die Theorie testen könnte?

    Vielen Dank und einen schönen Sonntag,
    Raoul
     
  7. #6 Adi-LPG, 06.10.2019
    Adi-LPG

    Adi-LPG FragenBeantworter

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    Hm, dann fällt mir nur ein, mal direkt den Stecker an der Pumpe ziehen.
    Wer weiß was noch mit auf der Sicherung hängt.
     
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