Verdampfer / Druckregler kaputt?

Diskutiere Verdampfer / Druckregler kaputt? im Gas Cafe Forum im Bereich LPG Autogas; Hi Leute, Druckregler: Bigas R121 bis 140KW, E20 67R-010493 Anlage: Prince, 2008 (BIGAS, AEB) Steuergerät: AEB2001 E13 67R 01057 (Bigas) Software...

  1. #1 christian72, 12.05.2021
    christian72

    christian72 AutoGasDazugehöriger

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    Hi Leute,

    Druckregler: Bigas R121 bis 140KW, E20 67R-010493
    Anlage: Prince, 2008 (BIGAS, AEB)
    Steuergerät:
    AEB2001 E13 67R 01057 (Bigas)
    Software dazu:
    AEB_2001_N_6.1.0.342 IC
    Auto: Honda Civic, 140 PS

    Auto läuft zu fett (Lambda 0,73). auf Gas, Benzin alles perfekt (1,0).

    Habe versucht manuell den Druckregler nach rechtsdrehend Stückchenweise zuzudrehen um zu schauen ob generell zuviel Gas eingespritzt wird. Komischerweise hat sich nach fast 270 Grad nach rechts drehen so gut wie garnix getan, läuft immer noch zu fett, Einspritzzeiten kaum verringert.

    1. Frage: Ist der Druckregler kaputt oder kann das ein generelles Zündungsproblem sein (z.B. Kerzen etc.), also das es im Endeffekt egal ist wieviel Gas einströmt, es wird so oder so immer zu wenig verbrannt bzw. die Lambda erkennt immer, dass zu wenig verbrannt wurde, obwohl der Motor eigentlich schon viel zu mager laufen würde? (Also das das Problem das Gas ist und nicht die Menge die eingespritzt wurde, daher "denkt" Lamda Wagen läuft zu fett). Hier mal das Bild es Druckreglers:

    2. Frage: Wird bei Druckreglern das Gas linksdrehend oder rechtsdrehend verringert? Also hat ein Druckregler ein Rechtsgewinde? Wenn die nämlich ein Linksgewinde hätten würde es klar sein, warum sich nix tut, dann wäre der Druck ja nur höher den ich aktuell durchlasse - dann kann der Lambdawert logischerweise nicht besser werden. Also muss ich rechts oder linksrum mit dem Imbus drehen um den Druck zu verringern?

    (Imbus wird vorne angesetzt')
    druckregeler.JPG
     
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  3. #2 hannes69, 12.05.2021
    hannes69

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    Hier liegt ein Mißverständnis oder Verständnisproblem vor.
    Die Druckeinstellung ist nicht dazu da, das Gemisch einzustellen bzw. wie Du ja siehst, ist das Gemisch unabhängig vom Druck.

    Der Druck muss sich einfach innerhalb bestimmter Grenzen befinden, sonst nichts.
    Es gibt einen Drucksensor, der den Druck erfaßt, und dieser Druck fließt dann als Korrekturfaktor bei der Festlegung der Einspritzzeiten mit ein.
    Wenn Du den Druck erhöhst, wird das vom Steuergerät erkannt und als Ausgleich wird einfach weniger lang eingespritzt und die Menge und damit das Gemisch bleibt gleich.
    Umgekehrt bei abgesenkten Druck analog.

    Wie Du gesehen hast, Du drehst an der Schraube, änderst damit tatsächlich den Druck, es ändert sich die Gaseinspritzzeit, aber nicht die Benzineinspritzzeit und somit auch das Gemisch nicht.

    Höherer Druck wäre mehr Gas, das wird einfach durch kürzere Zeit ausgeglichen.

    Dabei darf man nie die Benzinzeiten und die Gaszeiten durcheinanderbringen.

    Gaszeit ergibt sich einfach durch einen Faktor der Benzinzeit, welcher vom Gassteuergerät berechnet wird.
    Dieser Faktor hängt von der Verdampfertemperatur, der Gastemperatur, vom Druck und vom eingestellten Kennfeld ab.

    Das Gemisch regelst Du mit dem Kennfeld, nicht mit dem Druck.
    Im Idealfall verhalten sich die Korrekturfaktoren von Gastemp., Verdampfertemp. und Gasdruck optimal, so dass sich die Benzinzeiten bei Änderung dieser Paramter nicht ändern, also ausschließlich vom eingestellten Kennfeld abhängen, ungefähr läuft das auch so.

    Wo muss der Druck liegen?
    Irgendwann wären die Injektoren bei Volllast dauerhaft offen, also Zeiten über ca. 20ms, wenn die überschritten werden, dann ist der Druck zu niedrig eingestellt.
    Auf der andern Seite werden die Zeiten irgendwann bei Leerlauf so klein, dass die Injektoren nicht mehr mitkommen mit öffnen und schließen, wird wohl in der Region von 3ms oder so sein, hängt von den Injektoren ab.

    Also einfach schauen, dass man im Leerlauf deutlich Gaszeiten über 3ms hat und bei Vollast nicht über 20ms Gaszeit kommt.
    Ansonsten ist der Druck egal, wo er genau steht.

    Es kann sein, dass man hier eben nachjustieren muss, wenn man massivere Änderungen im Kennfeld macht beim Einstellen.

    Edit:
    Wie rum Du drehen musst, siehst Du in der Gassoftware, der Druck wird dort ja angezeigt, Du siehts dann schon, ob er steigt oder fällt ;)
     
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  4. #3 christian72, 13.05.2021
    christian72

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    Wow, das nenne ich mal einen klasse Beitrag. Vielen Dank!! Dann ist das Gewinde linksdrehend, denn die Gas-Einspritzzeiten fallen wenn ich nach rechts drehe, also der Druck erhöht sich wohl.
    Das bedeutet auch, dass der Druckregler in Ordnung ist, vermute ich?
     
  5. #4 hannes69, 13.05.2021
    hannes69

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    Wenn Du den Druck verstellen kannst, der sich einstellende Druck einen vernünftigen und plausiblen Wert hat und dieser eingestellte Wert auch ungefähr konstant gehalten wird (nicht rumspringt usw), dann sollte an der Stelle alles in Ordnung sein, ja :)
     
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  6. #5 V8gaser, 13.05.2021
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    Das ist kein Linksgewinde. Überleg mal - du drehst die Schraube im Uhrzeigersinn rein, also nach rechts, damit der Druck steigt.
    Da das bei deinem VD funktioniert, ist er wohl iO, dürfte aber auf die Trimmwerte keinen Einfluss haben, denn die bestimmt das Benzinsteuergerät. Senkst du nun den Gasdruck, wird das Benzinsg die Einspritzzeiten verlängern um das (über die Gaszeiten) auszugleichen.
    Du musst den Grund finden, warum die Lambdasonden fett anzeigt und die DME das so lässt.
     
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  7. #6 christian72, 21.05.2021
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    Weiß jemand in welche Richtung sich der Hub erhöht bei der Kalibrierung der Injektoren? Ist das ein normales Gewinde und ich müsste dafür mit dem Imbus nach links drehen (gegen Uhrzeigersinn)?

    Also öffne ich ganz normal wie bei einem gängigen Schraubgewinde nach links drehend und schließe nach rechts drehend? In vielen Valtek-Videos ist es nämlich genau andersrum, man erhöht den Hub / Öffnung durch Rechtsdrehung... daher die Frage.
     
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