Schottlandreise mit Autogas (Erfahrungsbericht)

Diskutiere Schottlandreise mit Autogas (Erfahrungsbericht) im Gas Cafe Forum im Bereich LPG Autogas; Hallo, am 29.06. starteten wir auf unsere Reise nach Schottland. Vorbereitet hab ich mich anhand von http://www.gas-tankstellen.de/ mit ca. 10...

  1. Jokin

    Jokin AutoGasMitwisser

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    Hallo,

    am 29.06. starteten wir auf unsere Reise nach Schottland. Vorbereitet hab ich mich anhand von http://www.gas-tankstellen.de/ mit ca. 10 Gastankstellen-Detailkarten.
    Dazu noch zwei in Holland gesucht und ich hab mir einen Bajonett-Adapter für'n 10er geleistet.

    Heute kamen wir wieder nach Hause und die LPG-Fahrerei verlief "interessant" - also teils-teils ...

    Ich las ja häufig bei gib-gas.de über die Erfahrungsberichte mit CNG in Frankreich und so, diese Reisen arteten in Abenteuerurlaub aus !!!

    Wir LPG-Fahrer haben es jedoch weit einfacher :-)

    Ich fuhr mit letztem Tropfen nach Holland, um dort die günstigen Preise von ca. 50 Cent an den Autobahnrasthöfen mitzunehmen.
    In Holland scheint es tatsächlich keine Tankstelle ohne LPG zu geben ... sehr schön :-)

    Nachdem unsere Fähre von Ijmuiden nach NexCastle aufgrund technischer Pannen ausgefallen ist, mussten wir die Reise über Belgien, Frankreich und quer durch England antreten - *UNK* ...

    In Belgien git's wohl auch an jeder Tankstelle LPG (ca. 50 Cent) und in Frankreich sind die Tankstellen häufig genug vorhanden, aber das Gas ist mir dort mit ca. 70 Cent etwas zu teuer ... aber immernoch billiger als in Großbrittannien mit ca. 75 Cent je Liter.

    In England gab es alle ca. 150 km eine LPG-Tankstelle an der Autobahn, also auch absolut kein problem mit LPG dort herumzufahren.

    Auch in Schottland findet man überall Tankstellen, die noch nicht bei gas-tankstellen.de aufgeführt sind. Lediglich in den Highlands im hohen Norden ist's dünn an Tankstellen ... das betrifft aber auch die Benzin-Fraktion.

    Schrecklich war das Bajonett-Gefrickel, andauernd löste sich nicht nur die Verriegelung, sondern auch der Adapter, die Verriegelung ließ sich aber nur um 90° drehen - wirklich schrecklich!
    Auf der gesamten Reise fanden wir ausschließlich Bajonett-Zapfpistolen vor.

    In Calais gibt es Parkhäuser, die mit "LPG-Fahrzeugen ohne Ventil" nicht befahren werden dürfen.

    Der Eurotunnel (Calais-Dover) darf mit keiner Art von LPG-Fahrzeugen genutzt werden. Wir mussten auf die Fähre ausweichen (ca. 140 Euro für 1:30h anstatt ca. 200 Euro für 0:30h je Überfahrt).

    In London darf ein wichtiger Tunnel (keine Ahnung, welcher ...) nicht mit LPG-Fahrzeugen befahren werden ... (war uns jedoch wurscht).

    Und auch die Fähre Newcastle-Ijmuiden darf nur mit abgeschalteter LPG-Anlage genutzt werden (war mir auch egal, da "Zündung aus" = "Anlage aus").

    Auf unserer Reise fuhren wir 4.880 km mit Gas und 0 km mit Benzin. Wir verfuhren 569 Liter LPG für 367 Euro.
    Aufgrund der ganzen Geschwindigkeitsbegrenzungen war das ein Verbrauch von ca. 12 Litern und im Schnitt 64,5 Cent je Liter.

    Die Reise machte sehr viel Spaß, kann man jedem nur empfehlen!

    Wieder zurück in Deutschland musste ich feststellen, dass wir hier in Sachen LPG mitten in der "Wildnis" sind - Gastanks irgendwo in der Landschaft, weit verstreut, nur spärlich beschildert ...

    ... aber es wird besser :-)

    Gruß, Frank
     
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  3. MX511

    MX511 AutoGasKenner

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    Danke für Deinen informativen Bericht. Prima!

    Aber sag, wo sind die Bilder und die Infos zu Land und Leuten? ;-)

    Wieviel km seid Ihr offen gefahren? (sehr wichtige Info!) :-)
     
  4. Jokin

    Jokin AutoGasMitwisser

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    Bilder zu Land und Leuten sind in anderen Foren drin ... ;-)

    Und ca. 800 Bilder liegen hier noch auf der Festplatte rum *g*

    Land: flach bis bergig
    Straßen: gerade über kurvig bis sehr kurvig mit auf und ab (hab mir die Front dabei etwas lediert)
    Leute: durchweg freundlich
    Offenfahren: 80% der Zeit fuhren wir offen - jedoch teilweise mit häufigen Wechseln auf-zu-auf-zu-auf-zu ....

    Gruß, Frank
     
  5. BS78

    BS78 AutoGasDazugehöriger

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    Prima Bericht! Mit welchem Fahrzeug habt Ihr die Reise angetreten!?
     
  6. rubi

    rubi Meister der Beiträge

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    Hallo Frank,

    was mich doch bei deinem Bericht wundert ist, das Du dich scheinbar an die Beschränkungen gehalten hast nicht mit LPG in den Eurotunnel zu fahren.
    Wenn ich mich nicht irre kann man deinem Z4 doch nicht ansehen das er ein Gasbetriebenes Fahrzeug ist, oder :confused:

    Ansonsten schöner informativer Bericht.
     
  7. #6 jvbremen, 10.07.2007
    jvbremen

    jvbremen FragenBeantworter

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    Hallo Frank

    Sehr nett geschrieben. Was mich mal interessieren würde,ist wenn man die Strecke auf Benzin gefahren wäre,inklusive aller Länderspezivischen Superpreise ( ich glaub,das ist verkehrt geschrieben :D),was man dann eingespart hätte.

    Gruss Jens
     
  8. Jokin

    Jokin AutoGasMitwisser

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    Jepp, es ist ein BMW Z4 mit dem 2.5-Motor und 192 PS.

    Wir waren mit 4 Z4 und einem Z3 unterwegs. Sowohl ich als auch der Z3 fährt mit LPG. Beim Ticketschalter am Eurotunnel fragte man mich ob mein Auto eine LPG-Anlage hätte. Ich verneinte natürlich ... der Z3-Fahrer verstand die Frage irgendwie anders und meinte "ja" - somit durfte er nicht rein. da wir direkt nebeneinander und in erster Reihe standen entschied ich mich auch erstmal nicht zu bezahlen und wir alle wollten uns erstmal beraten.

    Wenige Tage zuvor wurde schon die Bombe in London gefunden und wir vermuteten größere Sicherheitskontrollen dabei hätte man unsere Gastanks natürlich bemerkt und die Folgen wären nicht überschaubar gewesen.

    Also trennten wir uns erstmal und 3 Fahrzeuge fuhren durch den Tunnel und zwei mit der Fähre.

    Was ich erst später hörte: Der Eurotunnelzug ist so schmal, dass man sich leicht die Felgen dabei versaut. mein Z4 ist eh etwas breiter und die Felgen auch nicht so billig - von daher war die Entscheidung gut auf die Fähre auszuweichen :-)

    Die anderen drei fuhren diese Strecke auf Benzin. In Holland ist es ein wenig teurer als in Deutschland. In Belgien war es eher günstiger. In Großbrittanien dann umgerechnet wieder etwas teurer als in Deutschland.

    "Tanken für die Hälfte" galt also weiterhin auf unserer Tour ... :-)

    Interessanterweise ist Diesel in Großbritannien genauso teuer wie Benzin ... (klar, Steuerbegünstigung in D)

    Gruß, Frank
     
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  10. BS78

    BS78 AutoGasDazugehöriger

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    Fein!

    Ist für die 'Nicht-LPGler' natürlich eine relativ teure Reise gewesen!
     
  11. #9 PhyshBourne, 11.07.2007
    PhyshBourne

    PhyshBourne AutoGasMitwisser

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    Schöner Bericht!
    Danke.
    Wir hatten auch schon darüber nachgedacht...
    In London kann man übrigens die congestion charge / citymaut umgehen, wenn man einen Antrag vorher bei den entsprechenden Behörden stellt.
    Hab' jetzt Mut bekommen, es vielleicht tatsächlich anzugehen.
    Was Frank schreibt, deckt sich übrigens ungefähr mit dem, was wir im Voraus im Internet recherchiert hatten.
     
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