Prins Verdampfer Typ D Probleme (AUFRUF)

Diskutiere Prins Verdampfer Typ D Probleme (AUFRUF) im Prins VSI Forum im Bereich Autogas Anlagen; Hallo zusammen, Nach 80'000 km hat es mich auch erwischt mit dem D-Verdampfer von PRINS. Musste sogar zwei Tage Zwangsaufenthalt in Burghausen...

  1. #1 oldironman64, 09.11.2011
    oldironman64

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    Hallo zusammen,

    Nach 80'000 km hat es mich auch erwischt mit dem D-Verdampfer von PRINS. Musste sogar zwei Tage Zwangsaufenthalt in Burghausen erleiden, nachdem der Kühlschlauch unten am Kühler weggeblasen war und am Samstag abend auf der dunkelen Landstrasse keine Reparatur anfangen konnte. Im Toyota Laden am Montag hat man meinen Kühlkreislauf wieder aufgefüllt und den Wagen probegefahren. Danach was es wie früher: erst ca. 500 km in Ordnung, 1-2km nach einem Tankstellenaufenthalt Temperatur stieg an und musste einmal mehr die Verlust der Kühlflüssigkeit feststellen. Vorher aber habe ich den Wagen wegen HU und AU vorgeführt: siehe da, die Lambda Werte waren im Eimer, mal OK (1,03), mal 1,15, mal 2,2. Der Prüfer war fast verrückt, wusste nicht mehr ob sein Messgerät im Eimer war oder das Fz. verrückt spielt. Zur Info: das Fahrzeug wurde bereits vorher von einer Firma auf das Problem überprüft und sie hat nichts feststellen können.

    Nach Studium dieses Forums habe ich beschlossen, den Verdampfer auszubauen und einen Reparatursatz zu bestellen. Die Entscheidung habe ich heute umgesetzt:
    Der wasserseitige Membran hat den Geist aufgegeben, bekam ein Loch (eher eine Schnittwunde). Interessant ist es, daß im Verdampfer Kühlmittelkreis und Gaskreis voneinander getrennt sind. Nur dort, wo Flüssiggas eintritt, gibt es eine Membranabdeckung in der Mitte. Diese schien jedoch unberührt zu sein, doch für den großen Druck ist das Stück Membran in der Mitte kein Widerstand: es gibt ja auch Diffusion. Das Kühlmittel kam an die Rückwand und hat dort Ablagerungen verursacht. Dies bedeutet jedoch noch kein LPG im Kühlwasser. Und doch ist es passiert. Es kann nur beim Expansionsventil (Nadel mit Federdruck) passiert sein. Würde man auf der Wasserseite diese Öffnung gasdicht (diffusionsfrei) schliessen, könnte keine Vermischung mehr entstehen.

    Die Rückseite am Wasserkreislauf ist in der Nähe des Loches etwas korrodiert, jedoch noch nicht ganz kaputt. Ich würde sie austauschen, wenn jemand mir aus seinem Müll so etwas absondern könnte. :D Der gasseitige Membran ist vollkommen in Ordnung.

    Was sicher nicht für die Popularität des LPG spricht, ist das
    1) kein Kunde über diese Angelegenheit unterrichtet wurde. Die Folgen könnten ganz böse aussehen, nämlich durch Überhitzung erheblicher Motorschaden. Mein Umbauer existiert nicht mehr, aber die Firma die den Gutachten verkauft hat, ja.X(
    2) beim letzten Kundendienst durch PRINS-Vertragswerkstatt die Filter zwar gewechselt wurden aber weder Hinweis auf den Verdampfer, noch eine Überprüfung dessen erfolgte.X(
    3) wenn man sich aus dem Ausland an Fachbetrieb in Deutschland um Hilfestellung wendet, verhalten sie sich passiv anstelle Informationsmaterial zur Verfügung zu stellen. (Der Hinweis, besser baue man einen neuen Verdampfer ein, ist schlicht und einfach eine freche Unterstellung, daß man über unbegrenzte Mitteln verfügt)X(
    4) auch die Marken-Vertragswerkstätte über Gasanlagen weder informiert sind, noch geben sich die Mühe in solchen Fällen Fachwerkstätte zu Rate zu ziehen, um sichere Diagnosen zu stellen.:mad:

    Ich von meiner Seite hielte ich für notwendig alle Kunden mit PRINS D Verdampfer zu warnen, wenigstens eine Überholung des Verdampfers in regelmässigen Abständen zu machen, oder zu tauschen mit dem Hinweis auf das Risiko, einen saftigen Motorschaden erleben zu können. Auch sollten alle Vertragswerkstätte über diese Möglichkeit in Kenntnis gesetzt werden. (Rundschreiben oder Fachzeitschriften)

    Ich weiss, daß eine solche Aktion sich auf den Ruf des Herstellers erst negativ auswirkt; Versäumt man jedoch und erleben viele dadurch Motorschäden, wird dieser Ruf noch viel mehr leiden.

    Ein Basterltyp, wie ich und viele andere an diesem Forum, können sich helfen und dafür ist das FORUM halt ein ausgezeichnetes Kommunkationsmittel. Was passiert mit den anderen 95%, mit den Durchschnittsfahrern die weder vom Motor noch von der Gasanlage eine Ahnung haben (ausser daß sie beides haben)?

    Ich denke die LPG-Branche kann sich nicht leisten, solche Angelegenheiten unter den Teppich zu kehren.

    Ansonsten bin ich mit der Anlage sehr zufrieden.:o

    Gruß, Georg

    selbst: Lexus LS400 / Prins VSI (seit Umbau ca. 80 TKM)Verbrauch: 11-12 l/100km
    Frau: Peugeot 307CC / AC StAG300 prem. (ca. 20 TKM) Verbrauch: 9-10 l/100km
     
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  3. #2 VIPP-GASer, 10.11.2011
    Zuletzt bearbeitet: 10.11.2011
    VIPP-GASer

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    Nicht schon wieder ...

    Hallo,

    also so kann und will ich das nicht stehen lassen.
    1. die LPG-Branche leidet eher unter
    .
    2. es gibt eine klare Revisionsanleitung von Prins.
    3. Allen geschulten Umrüstern steht diese Information zur Verfügung.
    4. Jeder geschulter Umrüster kann/soll sich auf der Prins-HP anmelden. Dann bekommt er automatische alle Info-Bulletins.
    5. Wenn eine Prins-Vertragswerkstatt sich nicht an Wartungsvorgaben hält, kann das Produkt nichts dafür.

    Hier läßt sich doch aber auch erkennen, welche Art von Person hinter diesem Posting steckt.
    1. Es ist für mich (der mit diesem Kunden selbst Kontakt hatte!) irrelevant ob er sich im Ausland befindet oder nicht.
    2. Ich/Wir haben uns nicht passiv verhalten. Gegen meine eigene Überzeugung habe ich dennoch eine kleine Hilfestellung gegeben, natürlich mit dem Hinweis, dass ich von Selbstreparatur nichts halte, weil einfach zu große Gefahren bestehen.
    3. Der Hinweis auf einen neuen Verdampfer ist überhaupt keine Frechheit sondern, in der Gesamtheit der möglichen Kosten, die sinnvollste Alternative. Wenn der Herr nämlich bei seiner Bastelei einen Fehler macht (und der geht sehr schnell), dann, und NUR DANN, besteht nämlich die Gefahr eines Motorschadens. Er würde dann aber schreiben: Prins-Verdampfer hat meinen Motor kaputt gemacht. Das ER seinen Verdampfer, gegen jede Empfehlung, selbst revidierte, käme dann nicht zur Sprache.
    Mal abgesehen davon das im Anschluß eine GAP gemacht werden muß und er dazu gar nicht berechtigt ist.

    Auch ist die Ursache der Membranschäden Wasserseitig längst bekannt und geklärt. Auch das wird immer wieder vergessen.
    Ursache für Membranschäden Wasserseitig, mit einhergehendem Lochfraß im Aludeckel, ist
    a) gealteter Kühlmittelzusatz oder
    b) gemischter Kühlmittelzusatz.

    Gelangt "nur" flüssiges Gas in den Wasserkreislauf (ohne Membranschaden oder Lochfraß) ist es bisher in 100% aller mir bekannten Fällen unzureichende Wartung.

    Das Info-Bulletin 219 gibt JEDEM geschultem Umrüster ganz klar und eindeutig vor, was alles bei einer Wartung durchzuführen ist.
    somit sind auch alle geschulten Umrüster, entgegen der Aussage des Threadschreibers, sehr wohl informiert!

    Hier ist AUSSCHLIESSLICH der Umrüster in der Pflicht.


    Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Der Threadschreiber schreibt ja:
    Gruß
    Georg (der andere Georg)
    Der VIPP-GASer
     
  4. #3 Rabemitgas, 10.11.2011
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    Ich finde das Thema auch langsam über......


    1. Habe ich dazu schon einmal ausführlich geschrieben http://www.lpgforum.de/prins-vsi/10080-prins-verdampfer-typ-e-d-probleme-die-unbeschoente-wahrheit.html

    2
    . Sollte man bedenken, das der Verdampfer schon seit ca. 2007 nicht mehr hergestellt wird.

    Die alten Verdampfer gehören nun mal fachgerecht überholt. Wenn entweder der Kunde seine Kontrolle nicht einhält, oder aber die Werkstatt die die Wartung/Kontrolle macht es durch Unwissenheit nicht macht, dann kann der Hersteller nichts dazu.

    Gruß Armin
     
  5. #4 oldironman64, 10.11.2011
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    Um kurz zu bleiben:
    Es ist absolut normal, daß ein Umrüster einen entrüsteten Ton anschneidet.(Ob die alte Weisheit " Je heftiger man auf etwas reagiert, ...... noch stimmt)
    NUR:
    Vipp-Gaser schreibt über wie die Sachen in der Tat ablaufen SOLLten. Ich unterstelle hier, daß er sich auch nach diesen Regeln richtet. Das ist auch richtig so.
    Ich habe darüber geschrieben, was ICH in diesen Wochen erlebt habe, bzw. welchen Eindruck aus den Beiträgen über dieses Thema in diesem Forum gewonnen habe. Das wäre also in wenigen/vielen Fällen der IST Zustand. Und das ist nicht richtig so.

    Wo, wann und wie groß zwischen SOLL und IST der Unterschied ist, wird jeder selber erleben. Hoffentlich habe ich Unrecht.

    "Hier läßt sich doch aber auch erkennen, welche Art von Person hinter diesem Posting steckt. .......
    Wenn der Herr nämlich bei seiner Bastelei einen Fehler macht (und der geht sehr schnell), dann, und NUR DANN, besteht nämlich die Gefahr eines Motorschadens. Er würde dann aber schreiben: Prins-Verdampfer hat meinen Motor kaputt gemacht. Das ER seinen Verdampfer, gegen jede Empfehlung, selbst revidierte, käme dann nicht zur Sprache."
    Ich wusste nicht, daß Georg (der andere) nicht nur ein qualifizierter Umrüster sondern auch ein qualifizierter Hellseher ist.
     
  6. #5 oldironman64, 10.11.2011
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    Wenn man unterstellt, daß jeder Autogaskunde dieses Forum regelmäßig liest, bzw. jede Werkstatt ordnungsgemäß arbeitet, dann mag der Schluss richtig sein.

    Ich war bis vor 10 Tagen im totalen Unwissen darüber, daß mir soetwas passieren kann.
    Ist es mein Fehler weil ich kein regelmäßiger Forumleser bin?
    Kann ein Hersteller sich darauf verlassen, daß alle Werkstätte ordnungsgemäß arbeiten?
    Kann ein Hersteller sich darauf verlassen, daß alle Kunden regelmäßige Forenleser sind? (Für alle technischen Geräte des Haushaltes!)
    AN wen könnte sich ein Autogaskunde im Falle eines konkreten Motorschadens wenden?
    An den Hersteller? An den letzten Umrüster, der die Kontrolle versäumt hat? An eine Kfz-Werkstatt, die vom LPG keine Ahnung hat? An sich selbst, weil er nicht umsichtig genug war?
     
  7. Colt

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    Die Haftungsfrage muss dann ein Gericht klären.
    Als Kunde hat man nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten.
    Das Serviceheft als Nachweis für jeden der bewerten muss ob Kunde oder Werkstatt die Wartungsvorschriften des Herstellers eingehalten hat ist in der Regel vorzulegen. Anhand dieser Eintragungen kann dann auch Regress gefordert werden.

    Automobilhersteller verfahren mit Ihren internen Rückrufen im übrigen genauso. Im Rahmen des Service werden Software oder Bauteile getauscht die in eine Serviceaktion fallen. Ganz ohne zutun des Kunden. Die Nachweise werden im Serviceheft hinterlegt und im Fahrzeug markiert. Fährt der Kunde nicht zum Service hat er einfach Pech. Vergisst es die Werkstatt kann man ein Verfahren anstreben.
     
  8. #7 oldironman64, 11.11.2011
    Zuletzt bearbeitet: 11.11.2011
    oldironman64

    oldironman64 AutoGasDazugehöriger

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    Liebe Prins-Freunde,

    Gestern habe ich hier einen Beitrag geschrieben, der bis heute verschwunden ist. ???:mad:

    Ich, der Oberbastler (aber mit Wisch) von Dienst habe den Threadstarter von einem anderen Beitrag teilweise widersprechen wollen, was die Physik (oder Chemie, oder beides) des Problems anbetrifft.

    Nun nocheinmal. Beachtet meine Bastler-Zeichnung am Ende. Sie ist schematisch und sieht nur als eine technische Zeichnung aus.

    Der Verdampfer hat auf einer Seite das Niederdruckgas, auf der anderen die Kühlflüssigkeit. Diese beiden Seiten sind voneinander getrennt. Die einzige Stelle wo eine Verbindung besteht ist die Achslinie, wo das Entspannungsventil drinnen sitzt, bzw wo Flüssiggas vom Ventil her einströmt. Hier ist der mittlere Teil des Membrans der das Gas daran hindern soll auf die falsche (Wasser-) Seite zu gelangen.

    Fazit:
    Niederdruck-Gas, das über das Entspannungsventil strömt KANN NICHT in den Kühlkreislauf gelangen es sei denn das Alugehäuse ist hin. (Risse, Löcher)

    Vielmehr kann Flüssiggas unter Druck durch den Membran auf der Wasserseite Diffundieren. Wenn nun in der Mitte des Membrans ein richtiges Loch entsteht, so verschwindet das Gas innerhalb von Sekunden über den Kühlkreis. Das würde jeder sofort merken, denn der Tank wäre sofort leer. Wenn diese etwa 5-Cent Öffnung, wo das Entspannungsventil (Nadel) eingebaut ist, auf der Wasserseite gasdicht versiegelt wäre, hätten wir überhaupt keine Probleme.

    Ein Loch in der Mitte des Membrans ist bei mir auch nicht entstanden, sondern eher am Rande direkt am Kühlwasser. Da in der Mitte des Membrans sowohl das Gehäuse wie auch der Deckel eine Erhöhung aufweist und diese intakt geblieben sind, wäre die einzige Möglichkeit für das Gas um in den Kühlkreis zu kommen ist durch Diffusion.
    Nun warum passiert dann die Überhitzung wenn wir ein Loch sonstwo im Membran haben?

    Bei einem neuem Gerät kommt das Gas durch Diffusion zwischen Membran und Deckel und bleibt dort unter einem bestimmten Druck. Dieser Druck reicht nicht aus um das Gas nocheinmal durch den Membran an einer anderen Stelle durch Diffusion zur Kühlflüssigkeit zu schleusen. Wenn dagegen dort ein Loch entstanden ist, geht das Gas direkt in den Kühlkreislauf.

    Wodurch entsteht das Loch?
    Man sieht an einem beschädigten wasserseitigen Membran eindeutig, daß auf der Aussenseite zum Deckel hin sich Druck aufgebaut hat und den Membran ständig nach innen zur Kühlflüssigkeit hin gedrückt hat. Am Membran gibt es eindeutige, permanente Formänderung nach innen hin, während auf der Gasseite unser Membran wie neu ganz flach aussieht. Wenn nun der Druck groß genug ist, geht es mit der Diffusion an anderen Stellen weiter. Solange kein richtiges Loch entsteht ist diese Diffusion langsam und das Gas entweicht ins Kühlwasser auch nur langsam. Ist dort dagegen ein Loch entstanden, hat das Gas freien Lauf sich ins Kühlwasser zu mischen.
    Ich vermute, daß jedesmal wenn Last geringer wird, verbraucht der Motor weniger Gas, somit baut sich mehr Druck auf der Hinterseite des Membrans auf und eines Tages reisst an der schwachsten Stelle ein Loch, das eher nach einem Riss aussieht.

    Worauf muss man achten?

    Während kontinuierlicher Fahrt zirkulieren die Blasen im Kühlkreis. Beim abgstellten Motor gelangen die Blasen nach oben, vereinigen sich, entstehen grosse Gasblasen, die kurz nach Wiederanfahren (manchmal nach 2-300 metern) über den Überdruckbehälter 1-2 liter Kühlflüssigkeit vor sich schiebend über das 88mbar Sicherheitsventil ins Freie gelangen. Man hört ein gurgelndes Geräusch und die Temperaturanzeige geht schnell nach oben. Zuvor war die Nadel der Anzeige wie angeklebt in ihrer normalen Position geblieben.

    Ablagerungen:

    Die und die Korrosion am Deckel entstehen dort wo der Riss entstanden ist. Nach der Farbe vermute ich eine chemische Interaktion zwischen Flüssiggas und Kühlmittel. Wenn nämlich die Korrosion nur am Kühlmittel (alt, vermischt, usw.) liegen würde, müsste die ganze Deckelinnenseite korrodiert sein. Dies ist aber überhaupt nicht der Fall.

    Wie könnte man verhindern, daß Flüssiggas in die falsche Richtung strömt?

    Man müsste den Durchgang dort, wo der Rückstellfeder für die Druckeinstellung an den Membran drückt, hermetisch schliessen. Dann könnte nämlich kein Flüssiggas mehr auf der Wasserseite verschwinden. Womit?

    Ich bin kein Konstrukteur, aber ein in grün gekennzeichneter Verschluss würde die Diffusion über das Membranmaterial verhindern. Damit würde sich kein Druck zwischen Membran und Deckel aufbauen und auch kein Riss entstehen können. Entsteht kein Riss, kommt keine Kühlflüssigkeit an den Aludeckel, entsteht keine Korrosion. Ende.

    Bilder folgen bald.

    Ich überlasse den Allesbesserwissern dieses Forums die Kritiken über diese Studie.
    Guten Appetit!;)
    prinsvdd.gif
     
  9. #8 oldironman64, 13.11.2011
    Zuletzt bearbeitet: 13.11.2011
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    OK Freunde, hier sind die versprochenen Bilder. Und ich bitte um Entschuldigung weil mir einige Schreibfehler unterlaufen sind. PRINS_VDD_Wasserseite_Membran_innen.JPG PRINS_VDD_Gasseite.JPG PRINS_VDD_Gasseite_Membran_aussen.JPG PRINS_VDD_Gasseite_Membran_innen.JPG PRINS_VDD_Schema.JPG PRINS_VDD_Wasserseite.JPG PRINS_VDD_Wasserseite_Deckel.JPG PRINS_VDD_Wasserseite_Membran_aussen.JPG
     
  10. #9 oldironman64, 13.11.2011
    Zuletzt bearbeitet: 13.11.2011
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    Leider sind diese Zeilen wegen Zeitüberschreitung nicht mehr an meinen Beitrag von vorher angekommen. Also im Anschluss dessen:

    Diese Bilder sollen helfen, die Analyse von vorgestern zu verdeutlichen und zu belegen. Die Analyse ist für diesen Fall gemacht, also erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder auf allgemeine Richtigkeit.

    Fazit:

    1. Riss im Membran auf der Wasserseite entsteht durch Druck der zwischen Deckel und Membran entsteht. Der Druck kann nur durch Diffusion des Flüssiggases durch den Membran entstehen.
    2. Niederdruckgas kann nicht ins Kühlwasser gelangen, es sei denn das Gehäuse hat einen Riss.
    3. Flüssiggas kann nur direkt ins Kühlwasser, wenn der Deckel in der Mitte ein Lochfrass hat. (Nicht bei mir) Ansonsten wäre dann der Tank schnell leer, somit der Verbrauch hoch.(nicht in meinem Fall)
    4. Solange kein Riss im Membran entsteht, kommt auch kein Kühlwasser an den Deckel.
    5. Nachdem ein Riss entstanden ist, wird die Deckeloberfläche durch das Kühlwasser gespült, auch weil Gasdruck wegen der Öffnung nicht mehr entstehen kann. Diffundiertes Gas geht geradeaus ins Kühlwasser, erhöht leicht den Verbrauch und erzeugt blasen im Kühlkreis.
    6. Lochfrass ist konzentriert an der Stelle wo der Riss entstanden ist. Grund dafür kann das Kühlwasser alleine nicht sein, sonst wäre die ganze Oberfläche angegriffen. Vielmehr ist anzunehmen, das die kristallisierte Ablagerungen (Kühlwasser+Gas) dafür schuld sind.
    7. Das ganze Problem entsteht dadurch, daß Wasser- und Gasseite nicht gasdicht voneinander getrennt sind.
    8. Man kann zwischen unglücklicher Materialwahl (Membran) und unglücklicher Konstruktion (durchgehende Bohrung in der Achse) wählen.

    Abhilfe: durchgehende Bohrung wasserseitig gasdicht stopfen.

    Ich konnte mit diesem Verdampfer nach Auffüllen des Kühlkreises noch bis zu 1200 km fahren bis das Kühlwasser alle war.
     
  11. #10 V8gaser, 13.11.2011
    V8gaser

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    Super gemacht, hast dir echt Mühe gegeben, nur....das ist seit langem genau so bekannt. Prins hat vor Jahren darauf reagiert (OK, vielleicht nicht in dem von dir gewünschtem Umfang, aber das tuen auch viele Hersteller anderer Produkte nicht, die evtl größeren Schaden anrichten können - siehe zB die Radgeschichte bei der deutschen Bahn...)
    Übrigens muss das Gas nicht zwingend diffundieren - denkbar wäre das der Gasdruck den Deckel, der ja mittig nicht verschraubt ist, so weit hochdrückt, das dort Gas in das Kühlwasser gelangen kann. Zumindest hatte ich schon VD bei denen es so aussah - auch hatten hier die Ablagerung der Korrosion "mitgeholfen" den Deckel zu heben. Ist die Membrane dann nicht dehnbar genug, sprich durch die lang anhaltende Kompression so verdichtet das sie sich nicht mehr ausdehnen kann, wird das Ganze undicht - man sieh dann leichte Spuren des Gasdurchflusses.
    Die -E Verdampfer sind Geschichte, seit es den "F" gibt, und mit den aktuellen Überholsätzen kann man auch einen -E noch lange verwenden.
    Aber so gibts hier jetzt einen ausführlichen Bericht auf den man verweisen kann, merci.
     
  12. Saphir

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    Hallo Gemeinde,

    ich hatte auch diesen Typ D Verdampfer in meiner Prins-VSI Anlage,
    welches ich jetzt aus meinen Unterlagen entnehmen konnte.
    Mein Fahrzeug, Opel Astra H Caravan 1.6 Twinport (Z16 XEP)
    hatte im April einen Verdampfer-Schaden.
    Ich bin Laie und habe in vollkommener Unkenntnis meiner Werkstatt vertraut.
    So stellte ich einen hohen Pfeifton im Motorraum fest,
    der auch noch bei abgeschaltetem Motor nachlief.
    Ich erfuhr zunächst, daß die Klimaautomatik defekt war,
    in Form von Kompressor, Verdampfer und Verdichter.
    Der Verdampfer der Gasanlage kam dazu,
    aber warum und weshalb konnte man mir nicht erklären.
    Das Fahrzeug ist sehr gepflegt, und Scheckheft gewartet (hat mir auch nichts gebracht)
    Einen Motorschaden und Gasfilterschaden hatte ich zu allem Übel jetzt gerade.


    Meine Frage an Euch:
    Wo ist denn die Bezeichnung anzufinden,
    (damit ich mal weiß, was ich eingebaut wurde) denn ich habe gestern mal im Motorraum
    am Verdampfer rumgesucht, konnte aber nicht wirklich was erkennen,
    da alles so fürchterlich kleingeschrieben ist.
    In der Rechnung ist auch nichts angegeben.

    Laufleistung betrug bei Verdampfer-Schaden: 45400 Kilometer.


    Gruß
    Saphir
     
  13. #12 oldironman64, 14.11.2011
    oldironman64

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    Hallo Saphir,

    es gibt zwei Barcode nebeneinander; beim inneren steht an erster Stelle ein Buchstabe z.B. "D" für den Typ. Dann eine Nummer z.B. 180/10003.

    Übrigens bei der Klimaanlage Kompressor=Verdichter.

    Die Klimaanlage ist ein komplett getrennter Kältemittel-Kreis bestehend im wesentlichen aus Verdichter, Filter, Verdampfer (nicht der VD der Gasanlage!), Entspannungsventil und Kondensator (2. Radiator); Die Gasanlage ist nur mit dem Kühlkreis des Motors in Verbindung.

    Ein Gasfilterschaden? ist mir neu. Es gibt zwei solche: 1.) Für Flüssiggas und 2) nach dem VD für den Niederdruckgas. Beide sollten regelmäßig je LPG-Qualität getauscht werden. Z.B. in Serbien öfter als in Deutschland.

    War das nicht eher der Filter der Klimaanlage? Wenn der kaputt ist, kann der Verdichter auch durch Mangel an Schmierung verrecken und dann ist die Klima kaputt.

    Gruß, Georg
     
  14. #13 AHMueller, 14.11.2011
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    Hi Georg,

    schau mal auf die Pinnwand Deines Profiles (Profil: oldironman64 - Autogas Forum). Der Kollege, der sich dort meldete, hat bereits Röntgenbilder des Verdampfers angefertig oder anfertigen lassen.
    Musst Dir die ganze Arbeit nicht mehr machen, wurde alles bereits gemacht. Schreib den Fabigas doch einfach mal an ;)

    Viele Grüsse,
    -tobias
     
  15. #14 oldironman64, 14.11.2011
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    Hallo Tobias,

    ist schon geschehen.

    Ich könnte immer noch einen intakten wasserseitigen Deckel gebrauchen. Soweit ich weiß, gibt es den im freien Handel nicht.
    Wenn Du oder jemand vom Forum einen hat, würde gerne abkaufen.

    Gruß, Georg
     
  16. #15 Pleistaler, 14.11.2011
    Pleistaler

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    Hi hi, war ja klar das der nicht lange auf sich warten lässt... Ist ja praktisch ein gefundenes Fressen um neuen Stunk zu machen ;)

    Gruß
    Martin
     
  17. #16 AHMueller, 14.11.2011
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    Das ganze hier erinnert mich doch sehr an "RainerP".
    Zum Thema scheint auch alles gesagt.

    VG,
    -t
     
  18. #17 oldironman64, 15.11.2011
    Zuletzt bearbeitet: 15.11.2011
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    Hallo Martin,

    für alteingesessene Umrüster und Forenfritzen mag das VD-Problem ein alter Hut sein. Ich allerdings bin erst am 29.10.2011, an einem dunkelen, nassen Samstagabend deswegen im Unwissen an einer unbewohnten Landstrasse Bayerns mit offenem Kühlkreis liegen geblieben. Und ich wette, es gibt noch einige, die auch Prins VSI fahren, über das Problem im Unwissen sind und werden mein Schicksal teilen oder noch schlimmer, einen saftigen Motorschaden erleiden.

    Ich habe begriffen, daß bei guter Wartung dies nicht mehr der Fall SEIN SOLLTE.
    Aber woher soll ich wissen, ob mein Wartungsmensch auch alles richtig gemacht hat?
    In meinem Falle hat er es nicht, war aber nicht auf seinem Stirn geschrieben.
    Wenigstens unter Fachleuten sollte man es fertigbringen, daß eine dringende Überprüfung des VD nicht vergessen wird. Oder gab es auch unter Euch Umrüster kein Rundschreiben und jeder musste aus eigener Erfahrung alles zusammenreimen?

    Ich wollte in keinem Falle Stunk machen (ich hätte ja auch nichts davon), sondern nur anregen, daß man die Kunden über eine solche gravierende Fehlerquelle auch benachrichtigen sollte ehe sie größeren Schaden erleiden.
    Gerade von einem Umrüster ist eine solche Bemerkung höchst unangebracht. Schon des eigenen Rufes wegen.
     
  19. #18 Rabemitgas, 15.11.2011
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    Deswegen habe ich es ja auch genau geschrieben und erklärt.

    In mehreren Foren!

    Leider ist eine Bekanntmachung beim RTL um 20:15 etwas zu teuer für mich :)

    Gruß Armin
     
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  21. #19 AHMueller, 15.11.2011
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    Hi,

    Es gibt eine entsprechende Information (und es gab sie schon immer). Im neuen Garantieheft ist sogar die Checkliste drin, so dass kein Umrüster mehr sagen kann, er hätte es nicht gewusst. In Erweiterung ist es so, dass auf Basis des neuen Garantieportals ebenfalls diese Checkliste durchgegangen werden muss beim Service (durch den Umrüster). Endkunden, die selbst einen Filterwechsel vornehmen sind davon natürlich ausgenommen und wissen es nicht unbedingt.

    In der Sache hat Armin recht, die Information, die man als Endkunde benötigt steht mittlerweile in den gängigen Foren und ist fast überall gepinnt.

    Viele Grüsse,
    -tobias
     
  22. #20 Pleistaler, 15.11.2011
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