Peugeot 407 2.2 16V - Mit Ventilschutzsystem (FlashLube, JLM...) oder ohne und einige andere Fragen.

Diskutiere Peugeot 407 2.2 16V - Mit Ventilschutzsystem (FlashLube, JLM...) oder ohne und einige andere Fragen. im Gas Cafe Forum im Bereich LPG Autogas; Hallihallo, das ist mein erster Beitrag hier und ich habe schon viel gelesen und teils sehr wertvolle Informationen erhalten. Fantastisch wie...

  1. #1 postaldude, 03.04.2017
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    Hallihallo,

    das ist mein erster Beitrag hier und ich habe schon viel gelesen und teils sehr wertvolle Informationen erhalten. Fantastisch wie viele sich hier gut auskennen. Ich bin 33 und habe mir gerade einen Peugeot 407 2.2 16V mit 120 kW gekauft. Das Fahrzeug ist zwar etwas älter (ca. 11 Jahre), aber der Vorbesitzer hat es gehegt und gepflegt, sodass es für einen 11-jährigen mit 73000 KM noch absolut top in Schuss ist und dazu in diesem Königsblau verdammt gut aussieht.

    Da ich beruflich sehr viel fahren muss (im Jahr ca. 25000 km), ist mir natürlich die Schluckfreudigkeit des Motors ein bisschen ein Dorn im Auge. Die Leistung muss ich aber abrufen können, weil ich zu 90% Landstraße fahre und es macht bei den ganzen Hügeln in der Eifel keine Freude bzw. geht sogar an Lebensgefahr, 10 LKW mit einem 75 PS-Bonbon zu überholen und dabei selbst kaum schneller zu sein.

    Deswegen Gas (ich denke, ihr kennt das Problem auch :) ).
    Ich habe den Peugeot aus den o.g. Gründen gewählt und auch deswegen, weil der Motor wohl sehr widerstandsfähig und dazu noch gasfest sein soll.
    Soweit habe ich mir auch schon mal ein Angebot bei zwei seriösen Umrüstern machen lassen (GAAS in Aachen und Autogas Extrem in Düren, liegen preislich beide dicht beeinander und ich gehe mal davon aus, dass sie ihr Handwerk verstehen). Sie nannten mir 3 Optionen:
    1. Ohne Ventilschutzssystem
    2. Mit mechanischem Ventilschutzsystem (Nuckelflasche)
    3. Mit elektrischem Ventilschutzsystem (Einspritzung)

    Auf die Frage, ob so ein System erforderlich sei (wenn denn richtig, nehme ich die elektronische Einspritzung), weil die Preisdifferenz locker 500 Euro ausmacht, wurde mir geantwortet, dass die zusätzliche Schmierung die Ventile kühlt (nach meinem Ermessen falsch, da die Verbrennungstemperatur von LPG nur unwesentlich höher ist als die von Super-Benzin und insbesondere die Additive im Benzin die schützende Wirkung haben, die eben beim Gas fehlen und bei nur bedingt geeigneten Motoren die Ventilsitze verschleißen lassen) und dass das Fahrzeug so auch bei niedrigen Drehzahlen wegen dem großen Motor noch genug Leistung hat.

    Was ist von den Aussagen zu halten? Und was meint ihr im Endeffekt?

    Dann habe ich bereits ein paar mal in anderen Foren gelesen, dass der 407 gerne mal meldet, dass die Abgasanlage defekt ist. Das tut er bei Benzin wohl genauso, wie ich durch weiteres Lesen festgestellt habe. Einige der Beiträge bezogen sich aber auch auf LPG. Gibt es mit dem Problem irgendwelche Erfahrungen?

    Danke euch!
     
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  3. 540V8

    540V8 Meister der Beiträge
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    Hallo und willkommen....
    Sorry, schon wieder das Märchen von den höheren Verbrennungstemperaturen. Wer erzählt denn das? Etwa einer der Umrüster? Da würd ich gleich auf dem Absatz kehrt machen...(bitte hier im Forum mal ein paar Stunden lesen!)
    Also den 2,2er von Peugeot hab ich noch nie Additiviert,
     
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  4. #3 Adi-LPG, 03.04.2017
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    Also zu dem Problem mit der Abgasanlage.
    Ich bin kein Umrüster aber eines weiß ich genau.
    Eine vernünftig eingebaute (Eingasung etc.) und gut eingestellte Anlage verursacht keine Schäden an der Abgasanlage.
    Kommt im Gasbetrieb die MKL=>nicht richtig eingestellt.
    Einzig und allein Probleme bei den Ventilen KANN mit der Gasanlage zutun haben obwohl richtig eingebaut und eingestellt.
     
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  5. #4 postaldude, 04.04.2017
    postaldude

    postaldude AutoGasInteressent

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    Hi,
    erstmal großen Dank an euch. Ich habe mich - nach dem Vorschlag von 540V8 - nochmal etwas schlauer gemacht und bin beim Stichwort Additivierung auch über diesen Thread gestolpert, in welchem sich die Herrschaften fast verbal auseinandergenommen haben bzgl. Sinn und Unsinn eines Additivs. Die Argumente und auch die angegebene Fachliteratur haben mich letzenendes davon überzeugt, es doch mit einer Additivierung zu versuchen. Denn das Mittel scheint definitiv eine nicht unerhebliche Daseinsberechtigung zu haben. Abgesehen davon muss ich mich auf das Fahrzeug die nächsten 5 Jahre verlassen können. Bis dahin dürfte er gut 200000 km auf dem Tacho haben. Da ich beruflich aber hauptsächlich nur Landstraße fahre, werden sich die Drehzahlen sowieso im unteren bis mittleren Bereich abspielen. Dann hin- und wieder mal in Urlaub fahren... nur auf der BAB ist eine freie Geschwindigkeitswahl möglich. Den Rest erledigt die Begrenzung auf max. 130 km/h in den anderen Ländern.

    @Adi-LPG : der Umrüster sagte mir, das Problem sei bei den Aggregaten von Peugeot bekannt. Es liegt wohl daran, dass einige Kunden sich für die preiswertere Lösung mit der mechanischen Zuführung entscheiden. Hier kann es entweder genau richtig, zuviel oder zuwenig Additiv sein, dass dann penibel immer wieder nachkontrolliert werden muss. Ist es zuviel, tritt dann das Phänomen mit der Lambdasonde bzw. dem Kat auf, dass dieser meldet, das Abgassystem sei defekt, weil überschüssiges Additiv nicht vollständig verdampft und so in den Brennraum der Abgasreinigung gerät --> erhöhter Anteil an Partikeln/Fremdstoffen/scheinbaren Schadstoffen im Abgas --> Meldung an die Elektronik. Und trotzdem fährt das Fahrzeug ganz normal.

    Ich habe heute morgen den Auftrag für die Umrüstung gegeben. Die Eckdaten im einzelnen:
    - PRINS VSI 2
    - PRINS ValveCare Additivierung mit elektronischer Einspritzung
    - 71l Radmuldentank
    - 3 Tankadapter
    - 3 Jahre Garantie auf die Anlage
    - Alle Inspektionen (bei jeweils +25000km) in den nächsten 3 Jahren inklusive
    - Tank-Fopper
    - Kostenpunkt exakt 2500€
    - Armortisierung (laut Rechner) nach 15 Monaten

    Eine Frage hätte ich noch. Der Umrüster sagte mir, man solle als Faustformel die 4000 upm nicht überschreiten. WIe gesagt, ich fahre fast nur Landstraße. Bei 4000 upm habe ich durch den 6. Gang eine Geschwindigkeit von ca. 160 km/h.
    Ich fahre allerdings auch gerne mal etwas schneller, wenn ich kann, jedoch nie über 180 km/h (sinnlos, noch höher zu gehen). Dann bin ich bei ca. 4500-4600 upm. Inwieweit ist das schon ein Risiko bzgl. der Ventile? Was sind da eure Erfahrungswerte? Oder noch besser: gibt es gesicherte Belege dafür, dass so etwas definitiv schädlich ist?
     
  6. #5 hannes69, 04.04.2017
    hannes69

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    Blödsinn. Es gibt keine Faustformel (bzw. jeder kann wenn er will beliebige Faustformeln aufstellen...) und es gibt auch keine gesicherten Belege für sowas. Sicher ist: Zunehmende Drehzahl bei einem Motor (egal durch welchen Energieträger angetrieben) erhöht dessen Energieverbrauch und den Verschleiß. Is ja klar, es werden mehr Kräfte frei, Fertigungstoleranzen betragen nie 0% und damit werden Abriebe usw. eben stärker mit zunehmender Drehzahl. Zudem: Der Motor ist auf x Gesamtumdrehungszyklen ausgelegt, mit höherer Drehzahl wird diese Zyklenzahl halt in kürzerer Zeit erreicht. Als Analogie: Bei Wirbeltieren korreliert die durchschnittliche Lebensdauer extrem mit der durchschnittlichen Pulsfrequenz.
    Also: Wenn man durchnschnittlich eher mit 2000rpm unterwegs ist, hält der Motor durchschnittlich länger als mit 3000rpm ... als mit 4000 ... als mit 5000 ... als mit 6000... DAS ist dann ne Faustregel. Und hier ist natürlich von "durchschnittlich" die Rede. Im Einzelfall kann ein stark geprügelter Motor auch mal 500.000 km + herhalten bzw. ein geschonter nach 20.000 km die Grätsche machen.
    Ich persönlich fahre auf LPG exakt wie auf Benzin. Es gibt da auch keinen wirklichen Unterschied. Gas hat halt ein bissel weniger Energie in sich, dafür wird ja mehr davon eingespritzt. Ansonsten verbrennt LPG halt sauberer und verhält sich bei der Ventilschmierung ein bissel anders. Aber hier trennt sich dann auch nur die Spreu vom Weizen, ein guter Motorenbauer baut halt nen robusten Motor, der einfach länger hält als ein Motor aus ner schlechten Schmiede. Das hat am Schluß nicht allzuviel mit LPG zu tun. Wenn ein Motor härtere Ventilsitze als ein anderer hat, is er halt diesbezüglich einfach robuster gebaut.
    Ich seh die LPG Geschichte ähnlich wie die Geschichte mit den älteren Diesel Schleudern: Einem Benzinmotor sollte es ziemlich egal sein, ob ich ihn mit Benzin oder LPG füttere, weil beides aus Sicht des Motors einfach exrem ähnlich ist. Und nem älteren Diesel is es auch egal, wenn man beliebige Lebensmittelöle ausm Supermarkt oder Frittenfett reinkippt, der frißt das ohne zu murren.
    Viele interpretieren in die LPG Geschichte recht viel rein, was mit der Realität nichts zu tun hat.
    Benziner kaufen - von guten Umrüster LPG Anlage rein - mit LPG fahren - nach Amortisationszeit über Ersparnis und grundsätzlich über umweltfreundlicheres Fahren freuen - fertig.
    Wer das komplizierter sehen will, kann das tun, muß es aber nicht :)
     
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