Oberflächenveredelung vom Autogastank

Diskutiere Oberflächenveredelung vom Autogastank im Gas Cafe Forum im Bereich LPG Autogas; Hallo Forum, darf man Autogastanks Oberflächenveredeln? Wenn ja, welche Grenzen sind gesetzt um die Zulassung des Tanks nicht zu verlieren? Ich...

  1. #1 Al-Pilot, 01.08.2020
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    Hallo Forum,

    darf man Autogastanks Oberflächenveredeln? Wenn ja, welche Grenzen sind gesetzt um die Zulassung des Tanks nicht zu verlieren?

    Ich vermute mal, dass eine einfache Oberflächenbeschichtung ohne Entfernung der Originalbeschichtung kein Problem darstellen dürfte.

    Wie sieht es mit Entlacken aus? Ich vermute mal, dass materialabtragende Bearbeitungsschritte generell nicht angewendet werden dürfen. Aber wie siehts mit chemischem Entlacken aus?

    Hat man den Lack erstmal runter, stünden einem ja eine recht große Bandbreite an Oberflächenveredelungen zur Auswahl:
    - Verzinken
    - Verchromen
    - Pulverbeschichten, Lackieren, Tauchen, ...
    - Hochglanzverdichtung
    - viele weitere..

    Wer hat Erfahrung mit dieser Fragestellung? Welche Regelwerke (Normen, Richtlinien etc... ) gibts diesbezüglich?
     
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  3. #2 V8gaser, 05.08.2020
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    Genügend und idR negative, denn egal was man schreibt- es kommt immer: Jaa, aber.....
    Die Hersteller fertigen die Tanks, die werden KTL beschichtet und sind so geprüft wie sie sind. Jegliche Veränderung lässt das Gutachten erlöschen -verchromen, verdichten, verzinken....alles Verfahren die Einfluss auf die Materialbeschafenheit haben- und so nicht mit geprüft wurde- basta.
    Lackieren, pulvern....es ist nicht einmal undurchsichtiger Unterbodenschutz gestattet, da er keine Kontrolle der Tankbeschaffenheit zulässt (Unter einer Pulverbeschichtung kann es vorzüglich unbemerkt gammeln...)
    Einzig eine durchsichtige Wachs oder Fettbeschichtung ist zulässig.
    Wo das steht? Ich den Einbaurichtlinien für LPG Anlagen. Keine Lust die genauen § mal wieder rauszusuchen.
    Jaa, aber----ich habs gewusst :-)
     
  4. #3 Al-Pilot, 06.08.2020
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    Ach komm, lass doch einfach mal diese Voreingenommenheit weg. Mit der Einstellung braucht man auch über gar kein Thema mehr diskutieren wollen.

    Was mach ich dann mit den Kratzern im Tank, die bei Anlieferung schon drin waren? Der Versender hat das Paket dermaßen dämlich geschnürt, dass der Tank beim Transport auf dem Halterahmen rumgerutscht ist. Ich hatte nicht vor, deswegen einen Aufriss zu machen und hatte vor, das zumindest auszubessern. So wie du das schreibst, dürfte ich die Kratzer ja nicht mal schönheitsausbessern. Ist für mich eher ne optische Sache. Müsste nochmal genau schauen, aber ich glaub die Macken sind nicht durch die Grundierung durch, nur durch die schwarze Lackschicht.

    Der Tank ist ein Vierlochzylindertank und sitzt im Innenraum, zur Hälfte versenkt im Fahrzeugladeboden. Er wird niemals Spritzwasser oder ähnliche Umwelteinflüsse sehen.
     
  5. #4 V8gaser, 07.08.2020
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    Doch, weil es eben bei genau solchen Geschichten stets zu endlosen - unnötigen Diskussionen kommt :-)
    Fängt schon bei der Eingangfrage an- von "Kratzer ausbessern" war da mit keinem Wort die Rede.....
    Logisch darfst die KTL Beschichtung (Grundierung ist da keine drunter) ausbessern. wo sie beschädigt wurde.
    Aber du hast nach Verchromen,verzinken gefragt....

    Man kann wunderbar über vieles diskutieren - wenn ALLE Dinge dazu von vornherein offen liegen.
     
    Mustangdriver gefällt das.
  6. #5 Al-Pilot, 07.08.2020
    Zuletzt bearbeitet: 07.08.2020
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    Komplett neu machen war auch ursprünglich das, was ich vorhatte. Ausbessern von Macken in Beschichtungen ist meist nicht so schön wie sich die Mühe zu machen, die Beschichtung komplett neu aufzubauen oder dann gleich was anderes zu machen. Das hatte sich ja mit dem was du geschrieben hast, erledigt.

    Wie würdest du ausbessern, so dass es sich nicht mit deinen oben genannten Einschränkungen beißt? Ich hätte die Kratzer fein angeschliffen und dann schwarz matt drüber lackiert. Wenn die Beschichtung durch ist, vielleicht vorher noch grundiert und gefüllert.


    Das ist eine Wunschvorstellung, die so gut wie nie vorkommt. Meine Eingangsfrage hat z.B. genau das abgebildet, was mein Ziel war. Dass das so überhaupt nicht gemacht werden darf, ist mir zuvor nicht in den Sinn gekommen, denn dann hätte ich mir die Frage evtl. ja auch sparen oder gleich anders formulieren können. Also hat sich in der Diskussion die Fragestellung geändert. Irgendwie normal und Teil von Diskussionen... So wie ich das lese scheint es aber lästig zu sein. Schade.
     
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  8. #6 V8gaser, 07.08.2020
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    Lästig ist so etwas nur insofern, als das diese (und einige andere) Fragen immer und immer wieder kommen, man sie schon x mal beantwortet hat aber immer wieder irgend ein Schlaumeier (nicht du jetzt) meint, er könnt doch, es müsste doch, es sollte doch....irgendwann nervt es halt, verständlich-oder?
    Da wird ein "Nein- verboten" nicht akzeptiert - selbst wenn man sich wirklich mal die Mühe macht und den Kandidaten die Paragraphen unter die Nase reibt- selbst suchen wär ja Arbeit, mal nicht glauben ist einfacher - kommt ein: Ja aber.... Immer und immer wieder....fändest du das toll?
    Wär dir das nach dem 10, 20x nicht auch etwas lästig?
    Es spricht nix dagegen, wenn so ein penetranter Zweifler seine Theorien durch verlinkte § oder anderes handfestes untermauern würde, aber da kommt immer nie was. Nur die stupide Frage: Wo steht denn das?

    Hab ich einen Tank, der beim Transport etwas gelitten hat, kommt an der Stelle dick schwarz matt aus der Spraydose drauf- Ende. Unterflur werden danach sowieso mit Wachs eingemörtelt, RM Tanks halten sie idR ewig. Nach der Optik kam bisher maximal die Frage bei Zylindern.

    So, post 6 zu der Eingangsfrage die in 2 schon beantwortet war. Aber in 3 kamen dann erst die Infos zur Frage die eigentlich wichtig waren....
    Genau das mein ich :-) Also mE ist alles gesagt
     
  9. #7 Al-Pilot, 08.08.2020
    Zuletzt bearbeitet: 08.08.2020
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    On Topic:

    Gut, dann werde ich das auch mit schwarz matt lackieren und gut ist. Danke.

    Off Topic:

    Ich hab in einem anderen Autoforum ca. +40% mehr Beiträge als du hier und kenne das daher natürlich auch mit den immer wieder kehrende Fragen und Leute, die du hier beschreibst. Ich gehe an sowas aber wohl mit einer anderen Einstellung ran.

    Ich finde die Frage nach der Quelle der Behauptung eines Fachmanns durchaus berechtigt. Von einem Laien kann man bei manchen Themen nicht erwarten, dass er sich eine Übersicht über die Spielregeln verschaffen kann - vor allem wenn ein Thema von vielen verschiedenen Normen, Gesetzen und Richtlinien geregelt wird. Die meisten Fachleute sind mit dem Regelwerksdschungel selbst oft überfordert.... Dem Laien hilft es aber, wenn ihm die entsprechenden Stellen in den Regelwerken genannt werden. Lesen und Verstehen muss natürlich jeder selbst (ich weiß, dass das nicht jeder kann...).

    Ich hab auch leider oft genug die Erfahrung gemacht, dass nur weil Fachleute (oder solche, die sich Fachmann nennen) gebetsmühlenartig immer das gleiche behaupten, sei es als Einzelperson oder in der Gruppe, das Gebet nicht zwingend stimmen muss. Dafür gibts unterschiedliche Gründe, warum man dem Kunden oder dem Fragesteller etwas glauben machen möchte, was nicht stimmen muss. Betriebsblindheit, veraltetes Wissen, finanzielle oder sonstige Interessen, einfach nur um sich Ärger oder Aufwand vom Hals zu halten, Unwissenheit, ... Es muss ja nicht mal bewusst geschehen.

    Beispiele hab ich genug:

    Motorumbau an meinem Fahrzeug: Hätte ich auf das Durchschnittspersonal der technischen Dienste gehört, wäre das Projekt überhaupt nicht möglich oder bei vielen nur mit exorbitant hohen Hürden - was sie aber gar nicht zwingend sind. Also hab ich mir die entsprechenden Regelwerke rein gezogen und nach einem TÜV-Prüfer gesucht, der seinem Titel "Sachverständiger" alle Ehren gemacht hat und wusste auf was es in einem solchen Fall ankommt.

    Weiter gehts mit der jährlichen HU dieses Fahrzeugs. Die würde nämlich bei den meisten Durchschnittsprüfern an der AU scheitern. Warum? Das Fahrzeug hatte ab Werk EURO4. Der umgebaute Motor hat auch EURO4. Weil der neue Motor aber die OBD-AU generell nicht richtig beherrscht (Bug im Steuergerät), ist er in der Liste für AU-Alternativverfahren / AU-Ersatzverfahren aufgeführt und darf somit über G-Kat-Prüfung geprüft werden. Da ich das Thema erst diese Woche wieder hatte und wegen Umzug einen neuen technischen Dienst für die HU gesucht habe, bin ich beim örtlichen GTÜ und TÜV zunächst gescheitert. Der eine wusste nicht mal, dass es Ersatzverfahren gibt (dabei war er gehobenen Alters und schon lange in der Branche und sehr von sich überzeugt), der andere meinte, das _alle_ EURO4-Fahrzeug ab 2000 OBD-AU beherrschen müssen. Wieso es dann die Liste für Ersatzverfahren gibt hat ihn nicht interessiert. Also bin ich zu einem der drei technischen Dienste aus der Vergangenheit gefahren, die das Fahrzeug einfach mit dem AU-Ersatzverfahren geprüft haben.

    Einer noch, weil er hier ins Thema passt:

    Ihr wisst ja alle, dass seit 2017 Gasanlagen nur noch unter bestimmten Bedingungen über Einzelabgasbestätigungen eingetragen werden können, ansonsten sind Anlagen mit R115 zu verbauen. Für mein oben genanntes EURO4-Fahrzeug mit europäischer Zulassung und umgebautem Motor war die Antwort aller Umrüster, TÜV-Niederlassungen und auch der Aussagen hier im Forum: Sie brauchen für das Fahrzeug eine R115-Anlage, anders gehts nicht mehr.

    Ich muss vielleicht dazu sagen, dass ich selbst einige Jahre im Labor eines technischen Dienstes in der Produktprüfung und Zulassung gearbeitet habe und weiß, wie man Normen lesen muss und welche Spielräume man daraus ableiten kann. Mit diesem Hintergrundwissen hatte ich mir damals die ab 2017 gültige VDTÜV 750 durchgelesen und Spielräume gesehen (im Zitat unten dick markiert). Also hab ich mich bis zu den Leuten in der Verwaltung vom TÜV durchtelefoniert, die an der Ausgestaltung der VDTÜV für Gasantriebe beteiligt sind. Die waren der Ansicht, dass Für mein Fahrzeug die Ausstellung einer Einzelabgasbestätigen nach wie vor möglich ist, obwohl es ein EURO4-Fahrzeug ist und ursprünglich EG-Typzulassung hatte.

    Das ist nicht nur deshalb möglich, weil im Zuge des Motorumbaus der Fahrzeugschein genullt wurde, sondern eher auch deshalb, weil das Fahrzeug mit einem umgebauten Motor ein Fahrzeug ist, für das es nie eine R115-Homologation geben kann - denn das Fahrzeug entspricht nicht mehr der Typzulassung. Bei einem Chiptuning ist die Änderung zu geringfügig. Hier der Wortlaut der VDTÜV:

    Quelle

    Das weiß natürlich kein Umrüster und kein TÜV-Prüfer in der Niederlassung, weil solche Feinheiten in einer GSP-Schulung nicht vermittelt werden. Und wer nur auf die Beispiele in der Anmerkung und den nachfolgenden Satz achtet, übersieht trotzdem den zuletzt dick markierten Teil.

    Mittlerweile hab ich eine Einzelabgasbestätigung für das Fahrzeug und beginne dann jetzt nach Corona mit dem Umbau.


    Beharrlichkeit kann nerven, aber sie zahlt sich auch gelegentlich aus.
     
    ichgebgas und thaistatos gefällt das.
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