Gasinspektion 143€ ??

Diskutiere Gasinspektion 143€ ?? im Gas Cafe Forum im Bereich LPG Autogas; Der Fisch stinkt vom Kopfe herab - und da gilt es anzusetzen - propan hats ja mehrfach angeschnitten. Jo. Der Fisch stinkt überall, kann man...

  1. #21 hannes69, 28.07.2017
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    Jo. Der Fisch stinkt überall, kann man beizeiten überall ansetzen ;)

    Na klar gehören bei einem Spiel immer beide Seiten dazu. Der eine nutzt den Dummen aus, der Dumme stellt sich manchmal künstlich dumm oder is einfach nur bequem (was meiner Meinung nach was anderes als dumm ist). Industriell gefertigte Waren halten im Schnitt halt so lange, wie der Kunde sie nutzt. Ein Handy is also so gefertigt, daß es zum einen die Gewährleistungszeit überlebt und zum anderen ca. so lange halbwegs intakt ist, wie der Nutzer es braucht. Klar, worin liegt der Sinn ein Handy zu konstruieren das 10 Jahre hält, wenn es nach 3 Jahren freiwillig bei voller Funktionstüchtigkeit weggeschmissen wird. An der Stelle kann die Industrie für die Blödheit der Leute auch nix dafür.
    Ich hab schon mehrfach Haushaltsgeräte zerlegt und repariert. Macht Spaß, is nicht allzuschwer, und in aller Regel erfolgt die Reparatur über Centbeträge. Da werden gern mal im Zuge der Massenproduktion Schrottkondensatoren verbaut, die im Stückpreis dann ein paar Cent billiger sind als die guten, der normale Mensch wirft das Gerät dann natürlich bei Defekt weg, obwohl die Reparatur mit Lötkolben und neuem Kondensator in 10 Minuten passiert ist. Auch an der Stelle gibts viel Murks und Verarsche.
    Aber macht es nun die sache wirklich besser, wieder so simpel zu argumentieren, daß andere auch nicht besser sind? Weil die Großindustrie betrügt kann der Kleinunternehemr betrügen und der Privatmensch natürlich auch? Also einfach "alles scheiße und eh schon wutrscht"? Jo, dann brauchen wir uns ja nicht weiters bemühen und uns um irgend was sorgen, hauptsache man wird nicht eingebuchtet...

    In dieser Deutlichkeit kann ichs nun nicht mehr überlesen und ich würdige das Statement explizit :) Würzig :)

    Ja, das wäre anzuraten. Das is der Teil, der mit "selber schuld" was zu tun haben könnte.

    Ich weiß schon, daß exakt dieses Beispiel des Ölwechsels nervt. Ich wähle es aber natürlich mit Absicht. Zum einen will ich nicht immer nur auf den Gasfilterwechsel rumreiten und aufzeigen, daß es nicht speziell um das Beispiel geht. Zum anderen is es eben hervorragend geeignet um das darzustellen was ich will: Ölwechsel kennt jeder, macht jeder, jedem is die Spanne zwischen Verlangtem und Gebotenen bewußt, jeder weiß, daß es ein Tool der Kundenbindung is und einfach regelmäßig hier abgeschöpft werden soll. Und jeder hat ne ungefähre Ahnung, was die Sache kostet, wenn man es selber macht. Und jeder weiß, daß sowas nicht wirklich kompliziert ist und im Zweifel selber zu bewerkstelligen wäre.
    Es gäbe auch massig andere Beispiele, schon klar. So wie man bei einem klassischen Metzgerladen vieleicht meint, daß der selber schlachtet und wurstet, das hohe Handwerkskunst ist, der Chef vielleicht ambitioniert beim Wurstwettbewerb mitmacht und mit seiner selbstgemachten Wurst punkten will. Vielleicht gibt es auf dem Land hier und da diese Romantik noch in echt, aber zu 95% der Fälle geh ich in einen Laden, der von sowas wie der Metro beliefert wird, keiner irgendwas selber herstellt, ich die gleiche "Qualität" wie im Discounter erhalte, aber die traditionellen "Manufaktur" Preise bezahle. Die Bäckereifiliale is die selbe Geschichte, wird halt von ner Großbäckerei beliefert. Beide Geschäfte sind für mich genauso Abzocker wie 200 Euro Ölwechsel, ohne Frage.
    Aber ich bin halt hier im lpgforum und nicht bei backen.de oder schlachten.de und deshalb wähle ich halbwegs passende Beispiele.
    Und nein, ich laß meinen Ölwechsel nicht bei ATU machen, ich mach ihn weiterhin selber :)

    Geb ich Dir recht. Hab auch Ähnliches erlebt. Bei uns wurde eingebrochen, im Zuge dessen ist auch der Haustürschlüssel verschwunden. Hausratversicherung hat alles bezahlt, was geklaut wurde, die Kripomänner haben drauf hingewiesen, daß auch der Wechsel des Haustürschlosses von der Versicherung bezahlt wird. Ok, Schlüsseldienst angerufen. Der hat alleine das Schloß in ca. 40 Minuten getauscht. Ganz normales Haustürschloß halt. Was hats gekostet? Über 900 Euro. Dafür kriegt man normalerweise ums Schloß außenrum ne tolle Haustüre dazu... Schon versteht man, warum Versicherungen immer teurer werden.

    Wie gesagt, ich reit da gar nicht mal nur auf kleine Gewerbetreibende oder nur die KFZ-Branche rum. Meine Argumenattion greift überall. Ich selber zieh halt meine persönlichen Schlüsse draus. Beide Autos die aufm Hof stehen haben noch nie einen Kundendienst gesehen (meine Werkstätte wirft nen Blick vorm TÜV drauf, ob alles paßt). Meine Autogasfilter wechsel ich selber. Die Gasanlagen hab ich selber eingestellt. Die Heizung im Keller warte ich selber. Seit ich in diesem Haus hier wohne, hat dieses keinen Handwerker mehr gesehen. Ich kaufe nicht bei besgatem Bäcker und Metzger. Ich repariere am/im Haus, Garten, Rasenmäher, Auto, Computer, Haushalt usw. was nur geht, neu gekauft wird, wenns nicht anders geht.
    Somit fühle ich mich in dem Sinne von der Abzocke gar nicht wirklich betroffen, weil ich mich nicht abzocken lasse (läßt sich natürlich nicht überall vermeiden). Ich werbe halt nur gerne fr diese Einstellung. Da gehts um Gerechtigkeit, da gehts um Eigenverantwortung, da gehts um Ressourcenschonung, da gehts um Werte und Prinzipien.
    Und ich laß es auch gelten, daß man ganz anderer Meinung sein kann und von meinem blöden Gefasel auch nichts halten kann. Jeder muß sich da seine eigene Meinung bilden. Ich nutz halt den Umstand, daß man Meinungsfreiheit auch anwenden sollte, mehr mach ich hier nicht.
     
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  3. CHGA

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    Erinnere mich bei dem Ganzen hier an das Autohaus, für das ich mal gearbeitet habe. Das Motoröl wurde für 8 € pro Liter eingekauft und für 17 Euro wieder verkauft. Die Verkäufer des Autohauses haben über Kunden gelacht, die beim Wagenkauf nicht gehandelt haben.

    Bin auch dafür, dass wenn man dazu in der Lage ist und über einen gesunden Menschenverstand verfügt, die Dinge selbst anzugehen.
     
  4. 540V8

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    Die Meinung kann ich selbst als Werkstattinhaber nicht teilen. Habe letztens mein Motorrad zur Vertragswerkstatt gebracht, da ich es hasse an Mopeds zu schrauben. Die Kiste lief eh nicht mehr sauber und Ventile Einstellen mangels Spezialwerkzeug und Scheiben ging eh nicht. Habe damit gerechnet nen 1000er in die Hand nehmen zu müssen.
    Also Termin gemacht beim Triumph Flag Ship Store (netter Name für nen Haupthändler) nähe Stuttgart. Dort erstmal Vergaser reinigen, einstellen, Ventile einstellen, Öl- und Filterwechsel und wegen Kaltstartproblemen und Zündaussetzern schauen.
    Nebenbei wurden noch die hinteren Bremsbeläge als ziemlich dünn befunden als ich die Maschine anlieferte.
    Hab noch nach dem Stundensatz gefragt: 98 € incl. Mwst......Stuttgart eben. Egal machen.
    2 Wochen später Anruf, Moped ist fertig. Ich gleich am Tel gefragt was der Spaß kostet: 560 €......
    Was wurde gemacht.: Ventile eingestellt, Vergaserbatterie aus- und eingebaut, eine defekte Chokenadel ersetzt. 1 Zündspule erneuert,
    Öl- und Filterwechsel, Bremsbeläge erneuert und die Alarmanlage ausgebaut, da diese bei allen Triumph aus den frühen 2000ern Theater macht.
    Ich sag nur Hut ab, bei dem Stundensatz mehr als fair und die Ersatzteilpreise ebenfalls.
    Ich mach an der Kiste in Zukunft keinen Finger mehr krumm.
    Da hat mein gesunder Menschenverstand gegenüber meinem Handwerkerstolz gesiegt.... es geht auch anders.
    Und zu guter letzt: in der Zeit hab ich andersweitig meine Kohle verdienen können......
     
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  5. #24 V8gaser, 28.07.2017
    Zuletzt bearbeitet: 28.07.2017
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    Dito mit meinem 125er Roller. Das Ding fass ich nicht an (OK, Batterie hab ich im Winter gewechselt) Aber letzes Jahr lief er beschissen, TÜV war fällig etc. Auf den Anhänger, dem Rollerladen vor die Tür geschmissen und gesagt: Mach! Die brauchen halb so lange wie ich, haben die Teile da und wissen bescheid.
    Ende vom Lied - X3 vom Chef zum umrüsten hier gehabt :-)

    Ach hannes - wenn beim Metzger/Bäcker auch nur beschissen wird..warum machst du das dann nicht auch selber? Schuhe, Klamotten? Haare schneiden, Zahnarzt, die Kleinigkeiten halt.....
    Jaa, es sind grundsätzlich Alle schlecht. Was man nicht selber macht ist Mist und zu teuer, hab ich recht? Das geht zumindest eindeutig aus deinen Aussagen so hervor.

    Also ich für meinen Teil verdien lieber ordentlich Geld mit Arbeit um damit viel Spass zu KAUFEN - nicht selber zu machen :-) Das ist irgendwie lustiger.
    Steht ja auch auf meiner HP - die Schiene "Geiz ist geil geht nicht bis zu mir"
    In dem Sinne - viel Spass beim Wundsparen.
     
  6. #25 hannes69, 28.07.2017
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    So simpel läufts natürlich nicht. Ich kann und will nicht alles selber machen. Ich kaufe natürlich auch Backwaren und Metzgerwaren, nur eben nicht beim "Metzger" und beim "Bäcker". Metzgerwaren hol ich bei meinem Onkel (Landwirt mit eigener Schlachtung/Hofladen) oder teilweise im Supermarkt und backwaren sowieso im Supermarkt (gleiches Zeug wie beim Bäcker, geringerer Preis).
    Es geht mit ja auch in der Tat nicht ums prinzipiell selbermachen, es geht um ökonomisch sinnvolles Handeln.
    Und wenn meine Werkstätte für 65 Euro Stundensatz ordentliche Arbeit abliefert, gibt es ja schließlich keinen Grund, die gleiche Leistung für 100 Euro Stundensatz wo anders abzurufen. Ebenso kann ich ja die gleiche Brotqualität im Supermarkt günstiger als in einer "Bäckerei" erwerben (ich lebe in ner 100000er Stadt, also keine "Manufaktur" vorhanden, die Bäckereien sind alles Ketten).
    Klamotten trage ich bis kaputt, selebr mach ich sie nicht. Haare schneide macht meine Freundin - perfekter Haarschnitt wie ihn ein frisör auch nicht besser könnte (meine Freundin nimmt sich halt mehr Zeit und kompensiert so die mangelnde Übung/Fachkenntnis...)

    Schlicht und ergreifend nein. Ich habe ja beispielsweise meine Werkstätte gelobt. Ich habe sogar Euch Umrüster im Forum hier gelobt, weil ich anhand einiger Feedbacks hier sehe, das manche von Euch scheinbar sehr gute Arbeit abliefern.
    Was man selber macht kommt einen sehr oft billiger als wenn man es jemand anders machen läßt, ja.
    Nein, es ist nicht alles zu teuer. Ein Ölwechsel für 50 Euro find ich Ok, für 100 Euro seh ich Obergrenze, für 200 Euro ist er zu teuer, ja.
    Ein Gasfilterwechsel für 50 Euro find ich Ok, 80 sollte Obergrenze sein, 143 is zu teuer, ja.
    Aus meinen Aussagen geht eindeutig hervor, daß ich den Unterschied mache und nicht alles über einen Kamm schere.
    Eine Gasanlgenumrüstung für 3000 Euro kann je nach Anlage, perfekter Einstellung, Zylinderzahl, Services,.. keineswegs überteuert sein.

    Nun denn, das erklärts dann auch. Da gibts wohl individuell starke Unterschiede. Spaß is halt was Persönliches, so wie Sinn, Humor, Frauengeschmack, Biersorte, was weiß ich. Mir macht es Spaß, was selber zu machen. Eben der Stolz es zu schaffen, die Zusammenhänge dahinter zu verstehen wie was funktioniert, die Unabhängigkeit von anderen, das gute Gefühl sich selber helfen zu können, die Freude allgemein an Kenntnissen und Fähigkeiten.
    Dein Ansatz klingt in dem Kontext auch ziemlich lustig - Du redest von ordentlich Geld verdienen und damit Spaß kaufen. Und der Inhalt der Diskussion ist "zu teurer Gasfilterwechsel". Bringt man das zusammen, dann heißt das: "heut hab ich richtig Spaß in meinem Leben gehabt, ich hab ordentlich auf den Putz gehauen, hab mit der Kohle nicht geknausert - ich hab mir heut tatsächlich mal aus purem Luxus einen überteuerten Gasfilterwechsel gegönnt! Da sagst nix mehr - oder ?" :)
    Im Ernst. Spaß is doch sowas wie in Urlaub fahren, sich ein Bierchen im Biergarten gönnen obwohl es in der heimischen Kiste günstiger ist, ins Kino zu gehen usw. Und von diesen echt spaßhaften Sachen kann man sich mehr leisten, wenn man für einen Ölwechsel das bezahlt, was er wert ist.

    Schon wieder so ein Mißverständnis. Sparen hat ja keinen Selbstzweck - zumindest nicht für mich. Ich wirtschafte wie viele andere auch - ich gebe halt einen gewissen Prozentsatz der von mir erwirtschafteten Kohle wieder aus. Und ich lebe das moderne Konzept von wegen Leistung erbringen - bunte Scheine dafür bekommen - bunte Scheine gegen andere Sachen eintauschen.
    Besteht nun Spaß darin sich bewußt unökonomisch zu verhalten? Macht es wirklich Sinn sein Leben outputorientiert zu gestalten? Das is ja das Gleiche wie mit der ganzen Energie- oder auch Recyclingdiskussion. Die benötigte Energiemenge bzw. Ressourcenmenge wird in aller Regel nicht in Frage gestellt, sondern stellt eine Vorgabe dar. Dann gehts nur noch ums wie. Also: Der Deutsche fährt x km mitm Auto im Jahr. Nun überlegen wir, ob er mit Diesel, Benzin, LPG, Strom,... fahren kann/soll. Keinen interessiert der Ansatz, daß man zur Problemvermeidung einfach die Fahrleistung reduzieren könnte.
    Dasselbe mit Recycling. Die benötigte Verpackungsmenge/Abfallmenge... ist eine Vorgabe. Und dann reden wir drüber, ob wir das Zeug verheizen, recyclen, Kunstobjekte draus machen oder was auch immer. Man könnte auch ansetzen, weniger von dem Schrott zu verbrauchen. Aber nein, da wirds ja unbequem.
    Kohle verdienen is schon wieder die gleiche Nummer. Da wird quasi der Output als konstant/unveränderlich/Vorgabe angesehen, und wenn ich dann also mehr Kohle verbrauche, stehe ich in der Bringschuld und muß auch mehr verdienen. So kann man sich ganz simpel selber versklaven. Wenn ich aber ansetze, meinen Output durch geschicktes Vorgehen/Eigeninitiative/Fleiß in der Freizeit/Einsatz meiner Intelligenz senke/minimiere, verringert sich automatisch die Bringschuld, ich muß weniger verdienen, habe mehr Freizeit und mehr Freiheit, das höchste aller Güter in meinem Leben.
    Aber da red ich mal wieder gegen den aktuellen Zeitgeist und stoße auf Unverständnis. Alles muß schneller drehen, mehr verdient wrden, mehr ausgegeben werden, mehr Müll produziert werden, die Staus müssen länger werden, das Erdöl/Gas muß mit immer noch mieseren Methoden ausgesaugt werden, der Vorgang der Menschheitsauslöschung gar künstlich aufs Maximum beschleunigt werden. Und dann kann man sich hinstellen und noch tönen, wieviel Spaß man dabei hat.
    Ich habe so einigen Spaß im Leben - der hat wenig mit Sparen zu tun, das is quasi nur ein Abfall-/Nebenprodukt welches sich aus anderen Prinzipien ergibt.
    Wenn ich gehässig wäre - was ich unter Garantie nicht bin - würde ich dem "Viel Spaß beim Wundsparen" mit einem "Viel Spaß bei einem selbstzentrierten und ignoranten Leben" begegnen.
    In meinem Sinne würd ich aber die Ebene lieber bleiben lassen, weil ich sehr gerne friedlich, fair und oberhalb der Gürtellinie diskutiere.
    Ich geh aber eh davon aus, das hier nichts wirklich böse von allen Diskussionsbeteiligten gemeint ist, von dem her paßt das schon so.

    Noch was Nachdenkliches zum Schluß: Geht nicht immer davon aus, daß das Leben auch bei uns hier immer so weitergehen wird wie seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. Es wird vermutlich irgendwann die nächsten Jahrzehnte die Zeit kommen, wo man Selbermachfähigkeiten wieder dringend benötigen wird. Man hat bei uns nur vergessen, wie das Leben auch sein kann, man braucht sich nur mal mit seinem Opa/Uropa oder ein paar Flüchtlingen hier unterhalten. Dann kommt auch der Punkt, wo ein BWLer, Börsenmakler usw mit seinen Fähigkeiten nicht mehr allzuweit kommen wird. Dann werden andere skills gefragt sein. Das aber nur so am Rande.
     
  7. #26 V8gaser, 28.07.2017
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    Tja, das mit den Metzgerwaren kannst du - aber der Großsstadtmensch? Der hat schlicht nicht die Möglichkeiten - wie auch nicht mit der eigenen Solaranlage das E Auto zu laden oder den Ölwechsel vor der Haustür zu machen..... Es redet sich immer so einfach, wenn man selber die Möglichkeiten hat, dabei aber vergisst, das die Mehrzahl diese eben nicht hat, oder das nicht kann, oder nicht die Zeit hat. Die MÜSSEN dafür bezahlen.....

    Und mit dem "gleichen Zeugs" bist wieder auf der Schiene -Hauptsache billig, Qualität egal. Die Semmeln von einem richtigen Bäcker sind durchaus besser als von dem, den du da scheinbar anläufst :-) Dessen Brezen möcht ich nicht für meine Weißwürscht aus deinem Supermarkt..... Da geb ich gerne Geld aus weil ich weiß ( durch VORHER informieren :-) ) wo man was Vernünftiges bekommt.
    Händelmaier schmeckt einfach besser als süßer noname Senf - klar kann man sich aus Kostengründen das Gegenteil einreden - aber dann reichen auch die billigen Bremsscheiben. Wieso man sich dann allerdings für den Ölwechsel selber buckelt - 69€ incl Öl wär mir das nicht wert, aber zu ATU geht man halt nicht.....:-)

    Du sprichst - mal wieder- von "überteuertem Gasfilterwechsel" - ich weiß jetzt immer noch nicht, was daran überteuert ist. Man weiß nicht genau was an Teilen (Marke) verbaut wurde, und ebay oder ähnlich Läden dienen nicht als Preisvergleichsportale. Der Stundensatz ist Angelegenheit des Unternehmers und wurde sogar fair gesplittet - hätte man ja auch aufrunden können.

    Du redest von Müll vermeiden.... hast du schon gelebt, als bei MC Donalds die Burger noch in Styro Schachtel waren? Verboten wegen Müll und so - heut kämen sicher noch gesundheitliche Bedenken dazu. Aber heutzutage ist im Supermarkt jeder Salatkopf einzeln in Folie verpackt. Wir sind in D zZ Weltmeister in Sachen Müllerzeugung - da brauchen wir gar nicht über die Amis schimpfen. Bei uns in der Kantine wird jedes dritte Essen mitgenommen - Styroschachtel....heute ist es egal :-) Caffee to go - Müllbecher. Alukapseln für eine Tasse Kaffee - Milliarden....
    Ehrlich -mir ist das mittlerweile sch..ß egal. Die 1/2 kg Müll die ich vermeiden könnte werfen Andere achtlos aus dem Autofenster - Zigarettenkippe hinterher dem Motorradfahrer ins Visier. Wen kümmerts?

    Ich -du auch - hab nur dieses eine Leben. Das möchte ich genießen und nicht für Andere verheizen. Kannst gerne versuchen die Welt zu retten. Schätze die Inder und Chinesen werden sich freuen wenn sie ein paar Minuten mehr haben.
     
  8. #27 hannes69, 29.07.2017
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    Jeder hat andere Möglichkeiten und kann was anderes. Es ist unmöglich an jeder Front/Baustelle zu werkeln, aus meiner Sicht gehts darum, aus den Gegebenheiten was zu machen. Man kann in der Stadt z.B. fairtrade Artikel erwerben. Man kann als Stadtautobesitzer ein Elektro- oder LPG-Auto fahren. Man kann zu einem Ökostromanbieter wechseln. Im Übrigen hab ich auch in der Stadt schon Leute gesehen, die saisonbedingte Reifenwechsel auf der Straße gemacht haben (häufiger) und auch Öl gewechselt haben (weniger häufig).
    Ich wechsel mein Öl nicht über ner Grube oder Hebebühne (beides nicht vorhanden) und nutze dazu auch nicht die vorhandenen Auffahrrampen. Was ist ein Ölwechsel: Auto warm fahren, alten Topf unter die Ölablaßschraube, mit Ringschlüssel Schraube auf, Öl läuft von alleine ab, Schraube wieder zu. Wechsel zur Oberseite in meinem Fall, Ölfiltergehäuse mit Riesenmaulschlüssel auf, Patrone wechseln, Gehäuse zu. Und nun noch 3,5l Öl ausm Kanister oben rein, fertig. Das kann fast jeder, dauert nicht lang, erfordert zwei Werkzeuge (eins für die Ablaßschraube, eins für den Ölfilter) und kann bei sehr vielen Autos ohne Bühne usw. gemacht werden.
    Nicht bei allen läufts so, schon klar. Vielleicht muß zusätzlich der Unterbodenplastikschutz oder anderer Krempel, der mal wieder fehlkonstruiert im Wege ist, weggebaut werden. Vielleicht gibts auch wieder Autos, wo man den Service nicht am Armaturenbrett simpel rücksetzen kann (bei meinen 2 VWs aufm Hof geht das).

    Bitte nicht immer die Worte drehen oder Falsches behaupten, muß nicht sein. Ich habe in Deinem Sinne von wegen "welche Möglichkeiten man selber hat" darauf verwiesen, daß in meiner Stadt nach meinem Wissen nur Bäckereiketten am Start sind. Und die bezeichne ich nicht als "richtigen Bäcker", welche "vernünftige Semmeln oder Brezen" produzieren. Da gibts dann halt 10 Filialen, welche von einer Zentrale beliefert werden. Das Zeug, von dem ich rede, hat die gleiche Qualität wie im Supermarkt, aber einen höheren Preis. Wovon Du redest, ist Zeug, das eine höhere Quaität hat, und damit auch den einhergehenden höheren Preis rechtfertigt. Wir reden aben nicht von den gleichen Dingen. Ich rede über Bäckereiketten, Du redest über einen "Manufaktur-"Einzelbäcker vermutlich eher aufm Land, der ausnahmsweise sein Zeug selber backt, gute Rezepturen hat, gute Ausgangslebensmittel verwendet und Erfahrung hat. Ich kenne sowas leider bei mir in der Nähe nicht. Geben tuts sowas vermutlich schon. Auch ich hab auf Dorffesten schon gute Semmeln, Brezen usw. bekommen.

    Ach Mann. Das Argument läßt sich doch exakt umdrehen. Wenn man nicht weiß, welche Teile verbaut wurden, dann weiß man es nicht. Da kann man nun natürlich einfach unterstellen, daß es wohl hochwertige sein mussten, ob des hohen Preises. Das is dann wohlwollende Auslegung. Es kann aber genausogut nicht so gewesen sein.
    Und wir wir alle inzwischen aus zahlreichen Quellen wissen (Stiftung Warentest, andere unabhängige Tests, eigene Erfahrungen,...) sagt der Preis prinzipiell nichts über die Qualität aus. Der Preis kann manchmal als Indiz dienen, meist nicht mal das. Es gibt da so viele Gründe. Werbung ja/nein, Vertriebswege, Lagerhaltung, Absatzmenge, Adressat,... Bestes Beispiel aus Bayern is immer die leidige Bierdiskussion. Es gibt zig Biere, alle nach deutschen bzw. bayerischen Reinheitsgebot gebraut. Demnach sind die Zutaten bei allen Bieren gleich. Das Brauvefahren bei allen über den Manufakturen sollte im Prinzip identisch sein. Kleinere Abweichungen bei der Produktion, unterschiedliche Gewichtungen der verwendeten Ausgangsstoffe... führen dazu, daß sich der Geschmack des Endproduktes dann unterscheidet, ja. Aber die Qualität is bei allen Produkten so ziemlich die Gleiche. Jetzt gibts eine Kiste Bier von Hersteller "A" (oder sollte ich besser "Ö" schreiben? ;) ) im Angebot für ca. 5 Euro, dann gibts aber auch ne Kiste Bier für knappe 20 Euro von Hersteller "B". Is die Qualität nun also bei Hersteller B vier mal so hoch als bei A ? Wohlgemerkt, wir reden über Preis und Qualität. Wir reden nicht davon, daß man Bier "A" nicht mag und Bier "B" einem köstlich mundet...
    Wieviel Gasfilterhersteller gibts wirklich? Es gibt da im Netz so ein wunderbares Organigramm, wo man die Verbindung aller möglichen Hersteller untereinander sieht. Da sieht man dann sehr schön, daß es im Prinzip jeweils 2-3 Lebensmittelhersteller, Drogeriewarenhersteller, Tankstellenkonzerne usw gibt. Und insbesondere bei absoluten Massenwaren vom Band gehe ich von keinen allzu großen Unterschieden aus. Ich mein, wie is so ein Flüssigfilter aufgebaut? So ne Art Papierlamellen in Kunststoff verklebt. Gibts da dann welche, die nach kurzer Zeit auseinanderfallen, sich auflösen, oder wie? Ich hab irgendwelche Filter von ebay in der Tat verbaut, nach 100000km ausgebaut, sahen im Prinzip aus wie neu. Die Lamellen waren ne Spur dunkler als bei einem neuen Filter, sonst nix gesehen. Im Gasphasenfilter war ein bißchen Schmodder drin, sonst nix Auffälliges. Also von der Materialstruktur her schien alles in Ordnung. Ich glaube auch nicht, daß irgendwas Spektakuläres passiert wär, wenn ich die alten weitere 100000 drin gelassen hätte. Im Übrigen hab ich querbeet in Deutschland, Italien, Frankreich getankt, noch nie ein Problem von wegen "Gasqualität" und "Filter zu" oder "Injektoren verklebt" erlebt. Heißt aber nix. Glaube das schon, wenn andere sowas schon erlebt haben.
     
  9. #28 hannes69, 29.07.2017
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    Ich hab zu Styroporzeiten bei McDonalds bereits gelebt, ja (bin 78er). Alles was Du aufzählst stimmt. Und ich mach da eben nicht mit. Ich kaufe tatsächlich keine to go Getränke, ich habe keine Kapselmaschine, in der Kantine eß ich vom Teller.

    Es geht aus meiner Sicht darum, da eben die Balance zu finden. Es macht keinen Sinn nur an das Wohl anderer oder gar die ganze Welt zu denken und sich selber zu vernachlässigen. Jeder hat das Recht sich zu entfalten, Freude zu Empfinden, 5 gerade läßt. Es bringt umgekehrt aber für alle Beteiligten auch wenig, wenn man sich selber als den Mittelpunkt des Universums definiert und mit - Achtung Zitat - "Ehrlich -mir ist das mittlerweile sch..ß egal." argumentiert. Das is ja nur die Ecke der Resignation, Faulhei, Bequemlichkeit. An dem Punkt, wo ich mich in irgendeiner Weise anstrengen müsste, ein wenig mitdenken müsste, ein wenig Verantwortung übernehmen könnte, sag ich halt einfach, daß alle anderen es auch nicht besser machen und eh alles wurscht ist. Gut, dann braucht konsequenterweise keiner zu einer Wahl gehen, keiner eine Petition unterschreiben, keiner was spenden, keiner in gemeinwohlorientierten/sozialen Projekten was tun, kein Land Flüchtlinge aufnehmen, scheiß auf Artenschutz, Umweltschutz usw. Is ja eh alles wurscht. Dann aber wenns um eigene Belange geht, damit werben, wie umweltfreundlich doch Autogas gegenüber Benzin oder Diesel ist. Da kommt der Umweltschutz dann gerade recht, wenn Werbung in eigener Sache vonnöten ist. Recht billige Nummer.
    Ich versuche nicht die Welt zu retten. Denke auch nicht, daß das ne Einzelperson kann. Ich leiste meinen Beitrag für eine aus meiner Sicht bessere Welt. Das macht mich zu keinem besseren Menschen, ich versuch da auch keinen zu belehren. Ich sag halt meine Meinung. Und ich versuch wenigstens einen Beitrag zu leisten, statt von vornherein auf alles zu sch. .
    Was die typische deutsche Arroganz von wegen "schau mal auf die Inder und Chinesen" soll, erschließt sich mir hier auch nicht. Wenn man im Glashaus sitzt, sollte man das mitm Steinewerfen mal überdenken. Der aktuelle Stand der Weltzerstörung/Klimaerwärmung/Artenvielfalt/Ozonloch... hat mit Indern und Chinesen rein gar nichts zu tun. Die Lage wurde alleine von Europa und Nordamerika verursacht. Die anderen wollen nur inzwischen halt auch bei dem Schmierentheater mitmachen, die fangen aber erst an damit. Und weil sie ja in keinster Weise blöd sind, fangen sie auch nicht so weit unten an, wie damals die Europäer und Amerikaner. Wir leben ja in einer globalisierten Welt, zudem kopieren die Chinesen ja eh gern. Und die kopieren garantiert nicht nur die schlechten Ideen.

    Interessante Diskussion allemal. Sieht man mal wieder, wie doch alles mit allem zusammenhängt. Gasfilterwechsel haben also doch irgendwie was mit Brezen und Chinesen zu tun :)
     
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  10. #29 V8gaser, 08.08.2017
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    Tu ich das irgendwo?


    Mal auf dem Globus nachgesehen, wie klein Europa gegenüber Indien, Asien, Afrika ist? Und ist dir aufgefallen das die dort auch schon länger leben - nicht erst seit man hier die "Umweltverschmutzung" festgestellt und uns angehängt hat - weil wir Geld haben, das es zu ernten gibt. Nicht in Indien oder Afrika..... Uns kann man mit Dingen wie fiktive Ozonlöchern schön abkassieren. Einem Inder kannst das nicht erklären.
    Wir Deutschen...haben ja schon Probleme unseren Wehretat zu erhöhen :-) Dann wären wir wieder die "größte" Streitmacht in Europa, und das geht doch aus geschichtlicher Sicht nun wirklich nicht.....aber wir hätten doch Geld, nur das wollen die Anderen :-)
    Glaubst du wirklich es geht bei "Umweltschutz" um Umweltschutz? Schön naiv :-) Unser Geld- das geben wir doch gerne für sowas aus - du nicht?
    Es sprach heute in Fernsehen in einer Expertenrunde jemand davon, das ein Elektroauto definitiv NICHT günstiger pro km als ein Benziner ist - aber die Umwelt - wir wollen uns doch freikaufen :-)
    Genau wie mit anderen Waren (Billigkleidung zB) tauschen wir dann unsere saubere Luft, frei von Abgasen gg Billigstrom aus Drittländern, die dort mit Braunkohle/Öl oder Atomenergie produzieren..... Aber WIR sind die Saubermänner :-)
    Komm, hör auf mit dem Mist. Man liest schön raus, das du alles glaubst was so erzählt wird ohne zu hinterfragen.

    Du kaufst den Ökostrom aus Österreich, der in Ohu2 produziert wurde, oder?
    Ich hätte lieber weiter den Strom aus OHU1 genommen bis das ausgelaufen wäre.....aber sinnvoll ist ja unlogisch.
     
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  11. #30 hannes69, 09.08.2017
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    Keine Ahnung, ob Du im Speziellen das irgendwo tust, aber im Allgemeinen wird von seiten der Umrüster im Forum hier, wenn es um Argumente pro LPG geht, sehr gerne auf die Umweltfreundlichkeit/geringere Emissionen... von LPG abgestellt. So wie eben die Milchindustrie darauf abstellt, dass Milch wohl das gesündeste Getränk überhaupt sei.

    Ah, verstehe, daher weht der Wind. Erinnert mich jetzt irgendwie an den netten Spitzenmann in den USA und an die paar Propagandavideos, die "belegen" daß der Klimawandel natürlich ne Lüge ist. So wie in Dokus ja auch schon bewiesen wurde, daß die Mondlandung und 9/11 Fakes/ganz anders als vermutet gelaufen sind.
    Wie sollen denn Nicht-Europäer / Nicht-Nordamerikaner die Welt an den heutigen Punkt runtergeritten haben? So ganz ohne Wohlstand, ohne Industrie, geringstem Energieverbrauch usw?

    Ja, der, der Geld hat, is gerne von der Angst beherrscht, daß es ihm irgendjemand wegnehmen könnte.

    Wenn ich Klimagase aus Bequemlichkeit/Profitgier/Ignoranz... in die Luft jagen will, dann würd ich auch so argumentieren. Ich sag halt einfach, daß alle unbequemen Wahrheiten Lügen sind, dann bin ich fein raus. Kann man mit allem so machen. Hauptsache nicht anstrengen, keine Verantwortung übernehmen.
    Genialer Ansatz - wusste Pippi Langstrumpf auch schon - "ich mache mir die Welt wiedewiedewie sie mir gefällt...". Jeder Raucher argumentiert mit Helmut Schmidt. Aber es ist nicht jeder Helmut Schmidt.

    Umweltschutz is wie fast alles ein komplexes und vielseitiges Thema. Da gehts um die Zukunft, um den Planeten, um Gesellschaft, um uns alle. Da gehts auch um Politik. Da gehts um Wirtschaft. Auch ganze Industrien leben von "Umweltschutz". Da gehts um Arbeitsplätze. Um Realismus und Idealismus.
    Da gibts auch Schattenseiten und schwarze Schafe wie überall und manchmal auch Lügen.
    Und?
    Deshalb kann ich mich hinstellen und sagen "alles gelogen - alles scheiße - alles scheißegal - wer da mitmacht, selber Schuld und naiv". Soso.
    Anderes Beispiel: Bio Produkte. Grundansatz gut, denke ich. Da gibts mit Sicherheit Fakes, fragwürdige Siegel, bedenkliche Regularien, man kann drüber nachdenken, wie "Bio" Obst mit Fernreise aus Neuseeland eigentlich ist. Man kann da an allen Ecken und Enden rumkritisieren und rumdiskutieren und dann sagen, scheiß auf Bio, alles Mist, ich kauf nur konventionell.
    Unterm Strich wirds trotz aller Mängel und Kritik trotzdem so sein (ich sage unterm Strich), daß das Zeug insgesamt etwas gesünder, etwas umweltverträglicher, etwas tierschutzverträglicher, etwas planetenschonender usw. ist. Da is nix perfekt, sagt auch keiner, daß so die Welt zu retten ist. Aber is es deshalb Mist und scheißegal? Ich denke nicht.
    Am Schluß kann dann jeder die richtig billige Nummer auspacken und darauf abzielen, daß man eh nicht ewig lebt, und alles nach dem eigenen Ableben mal so richtig wurscht ist. Ja, das is moderne Einstellung, Egotrip zieht immer.

    Was soll das wieder? Ein Elektroauto is aktuell sauteuer, weils eben den Massenmarkt noch nicht erreicht hat. Wenn es irgendwann die Verbrenner ablöst, ists genauso billig. Und daß die Dinger umweltfreundlicher sind is ja auch logisch. Natürlich muss man da auch Energie drin umwandeln, um von A nach B zu kommen. Aber dann vergleiche man mal den Wirkungsgrad einer lokalen kleinen Verbrennungsmaschine mit nem Elektromotor und dazugehöriger Kraftwerksenergieerzeugung.
    Sicher gibts aktuell Nachteile, E-Auto is noch teurer, die Geschichte mit den schweren Akkus samt seltener Erden Bedarf, Ladetechnlogie usw. Aber am Schluß wird die Sache sich durchsetzen und siegen. Weils halt einfach insgesamt betrachtet die bessere Technologie ist. Sieht man doch eh überall: Wie hoch is der Gesamtverbreitungsgrad an Elektromotoren und wie der von Verbrennungsschleudern? Der Elektromotor is seit Ewigkeiten in allen Belangen besser, das Problem war von Anfang an nur die Energiespeicherung. Sobald man aber Strom so gut speichern kann wie in nem Benzintank, is es vorbei mit den Heizungen.
    Es hat ja auch Ewigkeiten gedauert, bis mal ein paar Leute verstanden haben, daß ne Glühbirne ne Heizung mit ein wenig Abfallprodukt Licht ist. Bei mir leuchten im Haus fast nur noch LEDs. Die kosten nicht mehr die Welt, haben alle Nachteile der Kompaktleuchtstofflampen abgelegt, halten ewig, haben inzwischen ein Superspektrum usw. Geht doch. E-Auto wird in nächster Zeit dann ähnlich.
    Was hat das mit freikaufen zu tun? Wie in meinem Beispiel: Meine LED-Leuchtmittel sind quasi in allen Belangen den restlichen Leuchtmittel deutlich überlegen. Sie sind nebenbei betrachtet auch ökologischer als die anderen, abe rich hab sie mir ja aus einer Vielzahl von Gründen gekauft, freikaufen war keiner davon. Und wenn ich mir irgendwann ein E-Auto kaufen werde, dann werde ich mich auch nicht von irgenwas freikaufen, sondern ganz einfach zur besten der angebotenen Lösungen greifen.

    Jaja. Scheinbar glaubst Du relativ kritiklos solche Einzelporträts à la "The great global warming swindle" oder "Die Wahrheit über die Mondlandung". Was einem nicht gefällt, wird halt einfach als Propaganda bezeichnet.


    Ich muss sagen, daß ich an dem Punkt einmal mehr schon leicht verwundert und fast ein wenig schockiert bin.
    Ich les hier Aussagen von einem intuitiv und insgesamt betrachtet scheinbar intelligenten, erwachsenen Menschen, der sich ausdrücken kann und ordentlich benimmt usw. Das is meiner Meinung nach das wirklich schlimme: Wenn man in dem Sinne fähig, gebildet, aufgeklärt usw ist und schon unfähig ist, was draus zu machen, Verantwortung zu übernehmen, für andere ein bissel mitzudenken usw., was is dann mit all denen, die gar nicht so weit schauen können oder wollen?
    Ich mein: Wenn jemand zu blöd ist, Zusammenhänge zu erkennen, die Tragweite eigener Entscheidungen abzuschätzen usw., dann is da wohl kein Kraut gewachsen, wen man aber Potential hat und es freiwillig verschenkt, weil man es sich so einfach wie möglich machen will, dann kann ich nur den Kopf schütteln.

    Im übrigen gehts hier nicht um die good guy - bad guy oder ne Weltrettungs-/Ökofritze sonstwas Geschichte. Es geht drum, sich ein klein wenig in dem Leben sich fürs große ganze und nicht nur den eigenen Arsch zu interessieren/engagieren.
     
  12. #31 V8gaser, 09.08.2017
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    Die Mondlandung ist Fakt. Sogar relativ einfach nachweisbar - bei der Apollomission 11 1969 hat man einen Spiegel hinterlassen, den man mit einem Laser anstrahlen kann. Anhand der Zeit die vergeht, bis das Licht zurück kommt, kann man die Entfernung Erde/Mond berrechnen.
    Lt Aussage des Wissenschaftlers, der dieses Experiment betreut, hat noch nie ein Zweifler der Mondlandung bei ihm nachgefragt :-) Er könnte das innerhalb von Sekunden nachweisen.

    Du würdest dich wundern wie ich mit meiner/unserer Umwelt umgehe :-) Nur renne ich nicht mit hurra wie der Großteil heute in die eine Richtung, und morgen in die entgegengesetzte - nur weil es grad angesagt ist. Wenn etwas keinen Sinn macht - auch wenn viele meinen es wäre grad toll -dann lass ich es eben. Und erstaunlicherweise haben bisher IMMER alle Anderen irgendwann gemerkt das das irgendwie sinnlos war und haben auch aufgehört :-) Ich muss nicht mit dem Strom schwimmen , warum? Das bedeutet aber auch nicht zwingend, das ich ein Querkopf bin - was du gerade versuchst zu deuten.

    Wie Völker ohne Industrie ihre Umwelt (negative) beeinflussen können - mal in der Geschichte etwas suchen, das geht- muss man halt den Tellerrand etwas erweitern :-) Es gab zB antike Kulturen, die kannten als Baustoff schon Beton - und sind genau daran zugrunde gegangen. Wieso...such selber :-) Große Umweltkatastrophe für damalige Zeit!

    Die gute Pipi :-) Wenn sowas kommt, muss ich immer an die Sandkiste denken. idR ist das Gegenüber dann am Ende und muss mit dem Mädel kommen. Dann ist leider kein ernsthaftes Gespräch mehr möglich weil immer der selbe Quark kommt - aus Mangel an Stoff.
    Also lass stecken, macht kein Sinn mehr.
    Die Rechnung ist absolut OK.
     
  13. URi

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    Mag sein, dass es irgendwann mal soweit ist, dass es sich rechnet, aber zur zeit wird bei der Produktion eines Akkus so viel CO² feigesetzt, wie ein Mittelklasseauto in 8 Jahren ausstößt. Und zur Zeit hält so ein Akku durchschnittlich 8 Jahre. CO²-Bilanz? 0:0. (und nicht alles recyclebar, was da in so nem Akku steckt, das bisschen was drin ist, machen dann indische Kinder)
    Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass ich das ganze CO²-Gedöns übertrieben finde. Frag mal so nen CO²-Gegner, wie hoch der CO²-Anteil in der Atmosphäre ist. Es wird Dir kaum einer sagen können. Es sind "sagenhafte" 0,04% (schau bei Wiki oder sonstwo nach). Und wenn man nun bedenkt das Deutschland an diesen 0,04% mit 2,5% beteiligt ist, dann kann ich nicht verstehen, warum so ein Hype um 0,001% CO² gemacht wird.
     
  14. #33 hannes69, 11.08.2017
    hannes69

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    Schön, dass dies nicht in Zweifel gezogen wird :)

    Mach ich nach meiner Ansicht auch nicht, falls Du das andeuten willst. Die Meinungen, die ich hier kundtue, haben sich langjährig so aufgebaut und werden vermutlich nicht die nächsten Tage über den Haufen geworfen...

    Ich kann nicht wirklich beurteilen, ob Du ein Querkopf bist. Ich denke jeder ist mal ein Querkopf, der eine häufiger, der andere seltener. Ich habe im Prinzip nichts gegen Querköpfe.

    Die Menschen haben schon immer ihren Einfluß geltend gemacht und waren nicht zimperlich dabei, ja. Aber an irgend einen Punkt spielt dann doch einfach das Ausmaß / die Quantität ne Rolle. Es ist. z.B. schon ein Unterschied, ob man mit Messern/Lanzen/Macheten oder Atombomben in den Krieg zieht. Und es ist ein Unterschied, ob ein paar Hanseles mal ein Lagerfeuer schüren oder auch mal ein Wäldchen einäschern oder ob ein paar Milliarden Leut ihre Bude heizen wollen und mit Autos oder Flugzeugen die Gegend unsicher machen wollen.
    Daß möglicherweise Chinesen und Inder die nächsten Jahrzehnte eifrig mitmachen werden, dem Planeten weitehin auf die Nuß zu geben, ist wohl unbestritten. Aber das aktuelle Ausmaß der Zerstörung haben wohl weder Asiaten noch Afrikaner aufm Kerbholz.

    Weiß nicht wovon Du redest. Mit mir ist immer ein ernsthaftes Gespräch möglich. Ich teile nicht ohne Sinn und Verstand aus, verlasse selten den Boden des guten Geschmacks und wahre immer den nötigen Grundrespekt. ich bin normalerweise auch nicht wirklich beleidigt, nachtragend, tödlich gekränkt usw. Also von dem her relativ gute Voraussetzungen für zivilisierte Unterhaltungen. Mangel an Stoff seh ich auch nicht gegeben, man hats ja immerhin von einer Diskussion über eine Rechnungshöhe zu Mondlandungen und die Weltzerstörung gebracht. Das vermittelt nicht die Eindruck, als daß hier der Stoff ausginge - eher das Gegenteil.

    Das muß jeder für sich entscheiden.
    Kann schon sein, daß einem der Sinn abhanden kommt, weil sich mancherorts das Selbstbild nicht mit dem Fremdbild deckt. Kann man aber auch locker mal drüberstehen und jedem seine Meinung lassen.

    Die Rechnung ist Deiner Meinung nach OK, meiner Meinung nach ein Anreiz, die Werkstätte zu wechseln oder Filter selber wechseln zu lernen.

    Is halt ein komplexes Thema, da gibts viele Aspekte. Der Akku is halt das Sorgenkind der E-Mobilität. Dafür kann man an der Karre so einiges weglassen, was man für nen Verbrenner braucht. Und die Effizienz von nem Elektromotor is halt unschlagbar. Es geht um die reingesteckte Energiemenge, um die rausgeholte Nutzenergiemnege, es geht klar auch um Gesamtökobilanzen, Entwicklung/Produktion/Recycling/Entsorgung, lokale Luftverpestung usw.
    Ich denke doch, daß insgesamt das E-Auto nach Abwägung aller Faktoren doch recht gut im Vergleich zu anderen Antrieben wegkommt. Ich persönlich nutz auch meine Beine und mein Fahrrad wo es nur geht. Diese Antriebe haben die meisten Vorteile, weil sie recht wirtschaftlich und nebenbei einträglich für meine Gesundheit sind.
    Aktuell is meine Karre ne LPG-Schleuder, langfristig gelingt es mir möglicherweise ein Leben ohne Blechkiste einzurichten, falls nicht, ist absehbar, daß der Nachfolger meiner Gaskiste eine E-Kiste sein wird. Ich arbeite ja fleißig daran, daß meine nun 15 Jahre alte Blechkiste noch einige Jahre aufgebraten kriegt, bis dahin sollte dann ein E-Auto etwas ausgereifter und erschwinglicher sein hoffe ich.
     
  15. URi

    URi AutoGasMitwisser

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    Das wäre mal interessant. Ich glaube nämlich, dass die Energieeffizienz Deiner Beine auch ziemlich mies ist. Warum schwitzt man denn wohl? Da verpufft die Energie in Wärme, wie bei ner alten Glühbirne. Außerdem stößt Du unter Last auch mehr CO² aus. ;-)
     
  16. hannes69

    hannes69 AutoGasInteressierter

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    Der Wirkungsgrad des Menschen beim Laufen und Radfahren bewegt sich im Bereich von 20 - 30 %, also tatsächlich auch nicht wirklich berauschend.... Aber wie weiter oben angemerkt, spielen oft im Leben die absoluten Zahlen die Rolle, nicht die relativen. Es wird einen Unterschied bei Abwärme und CO2 Austoß geben, je nachdem ob ich meine 78kg alleine oder meine 78 kg plus 1070 kg Polo 9N zum nächsten Supermarkt bewege ;)
     
  17. Ruby

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    ist ein wenig OT
    Honda CB 1100 EX BJ 2014 Motorrad.
    24 T Km Inspektion. 14 von 16 Ventilen Plätchen getauscht um Ventilspeil einzustellen.
    Mit 4 L Öl und allem 517 Euro! Und die hat nur 2 Räder....

    Alle versuchen andem Service zu verdienen. Und 17 Euro für Öl,
    da habe ich auch schon 27 Euro pro Liter gesehen bei Porsche.
    911 3,0 sind 12,6 L , warem mit Ölfilter schon mal 370 Euro , Nur für den Ölwechsel..
    OT aus
    Grüße Frank
     
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  18. V8gaser

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    Und die Frechheit ist - die Ventilplättchen kann er beim nächsten Kunden wieder verwenden. Das grenzt an Betrug....da sollte man einschreiten und die Machenschaften unterbinden. Wahrscheinlich hat er bei dir schon gebrauchte, bezahlte Plättchen verwendet....ich würd da nie wieder hinfahren :-)
    Jaja, die Welt ist schlecht, jeder will nur unser Geld.....
     
  19. Propan

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    mal kurz was zum Wirkungsgrad bei füssiger Fortbewegung. War neulich in einer wissenschaftlich angehauchten Berichterstattung drin, dass beim Menschen/Säugern in den Zellen die eigentlichen "Kraftwerke" also die Mitochondrien mit fast 50°C arbeiten. Deren Abwärme heizt dann den Rest des Körpers auf die bekannten menschen 37°C auf. Konnte man scheints erst jetzt mit modernen Methoden so genau bestimmen. Werden die Mitochondrien kälter, so arbeiten sie nicht mehr so effizient, bei Vögeln soll die Kraftwerkstemperatur sogar noch höher lieger (wohl Heißkühlung wie bei den Jagdfliegermotoren) . Der Körper selbst arbeitet dann mit ATP also entfernt ähnlich wien Dieselelektrischer oder hydraulischer Antrieb, erst Motor und Brennstoff der Rest arbeitet dann mit dem dort erzeugten Energieträger, bewährte Technik/Biologie aber eben nicht soo effizient.
     
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  21. Rabemitgas

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    Ich wäre gerne ineffizienter.... könnte also mehr fressen und werde nicht fett :applause:
     
  22. V8gaser

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    Dabei hat ein Mensch doch eh nur nen Wirkungsgrad von 20% sowas - da rentiert sich Autofahren schon fast :-)
    Armin - das mit dem mehr fressen funktioniert ja, nur leider wird das nicht verbrauchte eingelagert statt ausgeschieden - dabei gäbs so viel zu lesen. Und wo hat man die meiste Zeit/Ruhe :-))

    Ich ernähre mich übrigens teils vegetarisch -Steaks sind mE rein vegetarisch, da sich Kühe von Gras ernähren.
     
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