Durchbruch bei Stromspeicher - oder fake news?

Diskutiere Durchbruch bei Stromspeicher - oder fake news? im E-Autos allgemein Forum im Bereich E-Autos; Leute eben habe ich, mal wieder, ein Meisterstück von lenkendem bzw lobby-Journalismus gelesen: Zwei Millionen Smartphones könnte man mit der...

  1. Propan

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    Leute eben habe ich, mal wieder, ein Meisterstück von lenkendem bzw lobby-Journalismus gelesen:
    Zwei Millionen Smartphones könnte man mit der Nennkapazität des größten Batteriespeichers in Sachsen aufladen, der vom sächsischen Staatssekretär Stefan Brangs eingeweiht worden ist.
    OK, umgerechnet auf einen Tesla Wagen sind das je nach Akkuausstattung 160 bis 200 "Tankfüllungen", das sieht dann schon anders aus. Dafür wurden über 10 Millionen EUR spendiert? Wieviel Autos versorgt ne normale Tankstelle und was kostet die? Bei der E-Mobilität stimmen einfach die Relationen nicht - Wunschdenken ersetzt keine Chemie/Physik. Für 160 Wagen 10 Mio einsetzen um Stoßzeiten zu puffern plus zusätzliche Höchstspannungsleitungen für den Dauertankbetrieb nachts (=<Tankstellenakku aufladen) und tagsüber ohne Stoßzeit...... Tja und dann kommen 2-3 LKW und alles bricht zusammen?
    Wers lesen möchte, momentan noch hier zu finden: Sachsens größter Batteriespeicher geht ans Netz{customEmailAdler32}&sc_usergroup=E40&utm_source=newsletter
     
  2. #2 V8gaser, 09.08.2017
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    Ein normaler Tanklastzug fasst iE 28000l Sprit was im Schnitt (bei 65l/Füllung) für 430 Volltankungen reicht.
    Aber so ein Erdtank fasst idR mehr als nur einen Zug, und ne Tanke hat ja mehrere Tanks - mindestens schon mal für jede Sorte einen.
    Da floss ja letzte Woche in Wacken täglich mehr Bier :-)
     
  3. Propan

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    Habe noch den Link zu einer Betrachtung von E_Autos gefunden wo Autos von 1900-1920 mit den heutigen verglichen werden. Irgendwie kein Fortschritt zu erkennen bei der Entwicklung und die Fehelerursachen sind klar zu erkennen. Die Industrie entwickelt ganz klar an den Naturgesetzen vorbe was effiziente E-Mobilität angeht aber lest selbst, leider englisch aber gut:
    The status quo of electric cars: better batteries, same range
    und hier kann man die damaligen Modelle plus Leistungsdaten sehen:
    Overview of early electric cars (1895-1925)
    Stichwortauszug
    Fast-charged batteries (to 80% capacity in 10 minutes), automated battery swapping stations, public charging poles, load balancing, the entire business plan of Better Place, in-wheel motors, regenerative braking: it was all there in the late 1800s or the early 1900s

    The first electric cars (1894 - 1900) had a range of 20 to 40 miles (32 to 64 kilometres), still better than the 20 km "range" of a horse. The average second generation EV (1901 - 1910) already boasted a mileage of 50 to 80 miles (80 to 130 km). The third generation of early electric cars (1911-1920), including larger vehicles that could seat 5 people comfortably, could travel 75 to more than 100 miles (120 to more than 160 km) on a single charge - and this is still the range of electric cars today.
     
  4. #4 V8gaser, 09.08.2017
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    Würden sich die Hersteller auf ein Schnellwechselsystem für die Akkus (mit entsprechend genormten Akkus) einigen, wäre das ein geniales, brauchbares System. Fährst an die "Tanke", leerer Akku raus, voller rein, weiter gehts. Das Ganze evtl noch automatisiert...Abgerechnet wird über die Restspannung.
    Funktioniert bei uns in der Arbeit ja auch wunderbar - und die Akkus sind etwas größer :-)
    Klar kann es sein, das man mal einen erwischt, der nicht mehr so frisch ist - das spürt man deutlich!
    Aber sowas dürfte undenkbar sein - da müssten die Hersteller ja mal zusammenarbeiten....obwohl sie es insgeheim schon sooo oft tun :-)
     
  5. #5 FBonNET, 10.08.2017
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    in dem Link geht es um Primäre Regelenergie, und die wird von den Netzbetreibern bzw. dem Strommarkt sehr hoch gehandelt, vor allem, wenn sie wie dort so schnell zur Verfügung steht. Preis liegt hier zwischen 2500-4000€ pro MWh. Volle Leistung muss nach 30sec. anstehen und haltbar für 15min. sein. Gilt sowohl für Lieferung und Bezug.

    Das Beispiel mit den Smartphones dient nur zur Erklärung was 16MWh sind.

    Der Speicher hat rein gar nichts mit E- Autos zu tun, sondern nur mit der Netzstabilisierung.

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  6. URi

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    Und wo wollen die die ganzen Akkus lagern und laden? Schau doch mal an ner Tanke an einer stark frequentierten Autobahn, wie viele Autos da innerhalb einer Stunde tanken. Wenn das nun alles E-Autos wären, hätten die "Batterie-Stellen" dann innerhalb nur einer Stunde 30, 40 oder mehr leere Akkus, die sie alle laden müssen. Und genauso viele müssten sie ja wieder raus geben. Um den Tagesbedarf zu deckeln bräuchten die ja Platz (und Ladestationen) ohne Ende.
     
  7. Propan

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    Ach ja, warum wird grundsätzlich heute bei sowas immer zu kurz gedacht?
    "Der Speicher hat rein gar nichts mit E- Autos zu tun, sondern nur mit der Netzstabilisierung."
    >Ja klar und wie stabilisierst du dann bei vielen E-Autos die aufladen das Netz? ÄHHHH, ja genau am besten am Ort der Belastung und dann mit genau so einer Stützakkuschimäre.
    Die Elektromobilität ist und bleibt ne Fehlgeburt solange man Strom nicht richtig speichern kann .aus
     
  8. #8 FBonNET, 10.08.2017
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    das Laden von E-Mobilen geht doch im Netzrauschen unter.

    Wenn es mal mehr werden, etwas Elektronik, dann kann das Laden geregelt werden. Das ist praktisch überhaupt kein Problem, man darf halt hier nicht zu kleinkariert denken, und mal das Brett vorm Hirn abnehmen.

    Bei uns im Betrieb schalten ständig Anlagen im dreistelligen kW Bereich, das juckt das Netz nicht. Viele kleine Verbraucher sind im Lastabwurf mit drin, und vermeiden teure Lastspitzen.

    Warum sollte so etwas nicht großflächiger genauso funktionieren. Man muss es nur wollen!

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  9. #9 V8gaser, 10.08.2017
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    Das zweifel ich mal an. Unser Werk produziert seinen Strom mittels zweier recht ordentlicher Gasturbinen zB selber. Der Grundbedarf wenn die Fertigung nicht läuft, wird aus dem Netz gezogen - gehts aber los, wäre dieses nicht ansatzweise in der Lage das zu schultern. (Obwohl Ohu nur 20km weg ist)
    Du musst eben Strom in dem Moment produzieren, wenn er ge/verbraucht wird (oder "gelagert" haben) Einfach mal eben ein paar 100 kw zapfen ist nicht. Man merkt das oft daheim schon, wenn ein Ofen/Boiler oÄ schaltet und das Licht zuckt - und das sind nur mal eben 1000w....
    Und das wird immer vergessen..... der Wohnblock in München zB, 20 Stromfahrer kommen von der Arbeit heim und möchten laden- das gibt das Netz nicht her. Da hast aber nicht einen Wohnblock, sondern...100te . Jaaa, ich weiß, die Infrastruktur kann man ja schaffen :-) Mal eben die Großstädte neu verkabeln :-) Und dann wo anschließen?

    @URi 30/40 Akkus - na und? Fahr ich in unsere Ladestation, stehen da etwa 150 Akkus (teilweise so groß wie ein Smart :-) ) .....und die ist nicht sonderlich groß. Will man nu elektrisch fahren oder nicht? Ordentliches Hochregallager mit durchdachter Ladestruktur, Hinten zwei/drei Windräder, ein riesen Solarfeld.... Oder gespeist von positiver Energie :-)
     
  10. Propan

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    Ja ja mal eben anstöpseln, eventuell etwas das Netz aufbauen und wenn es garnicht tut (so wie ein mies konstruiertes Fahrgestell beim Auto) rettet uns der neuer Gott in Form von Elektronik (ESP)
    Meiner Meinung nach nimmt die Zahl der Blinden die über Farben reden heute exorbitant zu. Jeder hat son Daddeldü und ist sooo darauf angewiesen, kein Mensch hat soviel sinnvolles am Tag zu sagen, keiner. Aber das merken scheints diese leute nichtmehr und übetragen das auf alle anderen Bereiche auch wenn sie keine Ahnung und oft nochnichtmal ne Meinung zum Sachverhalt haben. Kann jedem mal passieren, OK aber heute ist das ja ne Epedemie geworden.

    Etwas klassische Bildung gefällig? Schon die alten Griechen wussten:
    Si tacuisses, philosophus mansisses
    Wenn du geschwiegen hättest, wärst du ein Philosoph geblieben

    Das sollte auch in Daddelzeiten wieder vermehrt berücksichtigt werden, denn s.o. son 10 Mio Stromspeicher reicht nur für 2 Millionen Daddeldüs zu laden :biggrin:
     
  11. #11 FBonNET, 11.08.2017
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    Tempora mutantur, et nos in illis.

    (Die Zeiten ändern sich, und wir uns mit Ihnen)

    Wer sich nicht anpasst, bleibt halt auf der Strecke. Werden wohl die deutschen Autobauer merken.

    Achja BMW Harting hat Gasmotoren, und in Dingolfing sollten auch schon die Gasmotoren laufen.



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  12. #12 V8gaser, 11.08.2017
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    BMW und LPG ab Werk :-)) Träum weiter und lad im Netzrauschen
     
  13. #13 FBonNET, 11.08.2017
    Zuletzt bearbeitet: 11.08.2017
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    dumm das Du hast nicht in die Technikzentralen darfst, dort laufen 10Zylinder Motoren mit CNG als BHKW.

    Und wer lesen kann, ist klar im Vorteil, ich habe Gas geschrieben, nicht LPG

    Und jetzt träum Du schön mal weiter.

    Vielleicht mal das Motto von Dieter Nuhr beherzigen.

    Als Tip, vielleicht auch mal die internen Dokumente lesen, oder hat der Bandmitarbeiter keinen Zugriff?

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