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Sie betrachten gerade: LCS A1 - Problem nach Frostschaden
ich bin neu hier, und danke erst mal für dieses Forum. Hab schon einiges gelernt.
Jetzt zu einem konkreten Fall:
Ich habe einen 96er Dodge GrandCaravan, 3,3L. Darin verbaut ist eine LCS-A1. Hab sie in Choyna einbauen lassen, und bin restlos zufrieden. Problem ist folgendes: Im Winter 2008/09 hatte ich einen Frostschaden. Seit dem stand das Fahrzeug - also besser Standzeug. Jetzt hat sich eine liebe Werkstatt mit Geld überreden lassen, die zerplatzten Leitungen zu wechseln etc. Eins kam zum Anderen, jetzt ist es einfach zu teuer geworden, um den Wagen zu entsorgen. Er muß jetzt einfach wieder Geld sparen. Zum Tausch der Leitungen wurde auch der Verdampfer ausgebaut. Da sich irgendwie keiner so richtig erinnern kann, wie der Verdampfer in den Kühlkreis eingebunden wurde, wurde er kurzerhand in Serie mit dem Heizungswärmetauscher (HWT) eingebaut. Jetzt fängt das Problem an: der Innenraum wird nicht mehr warm. Also es kommen so ca. 15-20°C aus den Düsen. Bei Umluft wird es etwas mehr, aber dann beschlägt alles sehr schnell. Ich habe erst mal auf Verkalkung getippt, und Kühlerreiniger eingesetzt. Ein kleiner erfolg von ca. 2°C. Dann habe ich es mit Rückspülen probiert. Also beide Heizungsleitungen abgenommen, und mit einer Tauchpumpe durchgespült. Es war ein erstaunlich großer Gegendruck vorhanden. Ich bezweifle, dass der vom relativ großen HWT kommt.
Jetzt meine Fragen: wird ein Verdampfer in Serie oder Paralel eingebaut? Ist im Verdampfer eine Durchflußbremse oder ähnlch eingebaut? Flussrichtung wurde eingehalten. Sollte ich den Verdampfer tauschen?
Vielen Dank, und entschuldigt den langen Vorspann. Ich wollte es nur klar machen.
Insgesamt denke ich wäre ein Umbau auf eine sequentielle Anlage schon sinnvoll, aber Graf Zaster ist im Moment verreist. Das Frontkit zu wechseln traue ic mir selbst auch zu. Dann hätten endlich auch die ewigen Backfires ein Ende.
Also, die gängige Praxis ist der paralele Anschluß, ich habe den Verdampfer auch schon diverse male in Reihe mit eingebunden, auch das funtioniert!
Mal eine andere Frage, das Temperaturproblem hast Du, egal, ob Du mit Gas oder Benzin fährst ?
Wurde schon mal nach abgeknickten Leitungen gesucht ???
Normalerweise hat der Verdampfer keine große Durchflußminderung.
Ich trau mich kaum zu fragen, der Motor erreicht bestimmt seine Betriebstemperatur?!?
Kannst Du die Temperatur vom Wasser und vom Verdampfer und Heizungsein- und ausgang mal vergleichen? Wird der denn warm?
Oder kommt aus dem Heizungsrücklauf wärmeres Wasser raus? Dann stimmt was mit der Heizung an sich nicht, der Lüftungsstrom erreicht dann den Wärmetauscher nicht.
Als ich den Thread durchgelesen habe, freute ich mich schon auf die kommenden Diskussionen!!
Zitat:
Zitat von Der Scheerer
Hey halt den Ball ma flach
Nix halt ich flach, ganz im Gegenteil, zur Zeit ist Handball-EM, obwohl, wenn die so weiter spielen wie gegen Polen ...
Zitat:
Zitat von Der Scheerer
Kann ja durchaus sein, das der Thermostat nicht mehr in Ordnung ist (falls Du in diese Richtung überlegt hast).
Wobei man dann vielleicht dazu fragen sollte, ob er im Stand richtig warm wird oder das Problem genauso vorhanden ist.
Gruß
Klaus
Das mit den "Nicht-Fragen trauen" war ausnahmsweise eigentlich gen Christian gemeint.
Denn wenn der Motor, Verdampfer und Heizungsrücklauf seine Betriebstemperatur erreicht, kann es nur noch an den Heizungsklappen liegen. Ich gehe schon davon aus, daß Christian die Heizung voll aufgedreht hat
Uuuuiii, das ging aber schnell. Hätte ich jetzt echt nicht gedacht, dass so schnell Atworten kommen. Ich antworte mal der Reihe nach:
@ Der Scheerer
Das Problem ist bei beiden Kraftstoffen gleich. Abgeknickte Leitungen halte ich für eher unwahrscheinlich. Die alten Rohre sind verrostet, geplatzt und jetzt entfernt. Für Biegungen wurden 15er CU-Bögen benutzt.
Zitat:
Normalerweise hat der Verdampfer keine große Durchflußminderung
- dann wäre also doch als Übeltäter der HWT zu vermuten. Ich habe einen deutlichen Gegendruck gehabt, wober nur der HWT und Verdampfer in Reihe geschaltet waren. Ich habe auch mal per Lunge - und ich bin Nichtraucher - gepustet, und hatte dicke Backen. Sollte dann wohl auch nicht so 100%ig richtig sein.
@ skr-kfz
Trau Dich ruhig zu fragen. Es gibt keine falschen Fragen. Man kann gar nicht so schief denken, wie die Lösung am Ende ist. Aber der Motor wird ganz normal warm, wie immer. Das Anzeigeinstrument steht in etwa in der Mitte, so wie es immer war. Die Temperaturen dan Heinzugsein- und -ausgang kann ich nicht so genau messen. Wer das Auto kennt, weiß was ich meine wenn ich sage es ist etwas Hautreisserisch. Aber nach dem was ich fühlen konnte waren beide Rohre warm, wober das untere etwas wärmer schien. Mal sehen, ich werde dann wohl dieses WE mal auf Tauchstation gehen, und die Abdeckung vom HWT abnehmen. Dann liegen die Rohre 'griffbereit' . Ich werde Euch dann entsprechend Informieren.
@ Der Scheerer
Nein, der Thermostat arbeitet. Der Kühler wird erst warm, wenn der Motor gut durchgewärmt ist. Das sollte nicht das Problem sein.
@skr-kfz
(gilt das auch für Handball, obwohl es ein Fußball-Emoticon ist)
Und Du gehst recht in der Annahme, dass der Regler gaaanz rechts steht. Aber auch das Regelventil arbeitet, da es auch sehr schnell das bisschen Wärme abregelt und im schlimmsten Fall für Eisblumen an den Scheiben und Eiszapfen am Rückspiegel sorgen könnte - wenn ich ihn denn so stehen lassen würde. Heizungsklappen wären sicher auch eine Idee, aber: Alle Funktionen gehen, steuern auch um. Umluft geht auch, dann geht die Klappe im Fußraum auf - hört man, es wird lauter. Die ganze Kiste läuft auch mit elektrischen Aktuatoren, es sind keine Unterdruckleitungen o.ä. verbaut.
@Der Scheerer
Huck, ich habe gesprochen!
Ich fasse noch mal kurz zusammen:
-keine Durchflussminderung im Verdampfer
-Serienschaltung oder Parallel ist eigentlich egal, wobei bei Parallel-Installation doch irgendwie sichergestellt sein muß, dass auch noch Wasser in die Heizung läuft. Also vielleicht doch eine leichte Querschnittsminderung im Verdampfer?
- Thermostat arbeitet IMHO korrekt
- Heizungsregler regeln
- bei Umluftschaltung wird es einige Grad wärmer
Wenn man jetzt parallel anschließt: ich vermute man nimmt ein Y-Stück, wobei geradeaus zum HWT geht, und der Abzweig zum Verdampfer, im Rücklauf umgekehrt, um einen Sog (Venturieffekt) im HWT-Kreis zu erzeugen. Ist das Korrekt?
Wenn alles nichts bringt muss ich wohl oder übel den HWT ausbauen na dann Prost-
Danke erst mal, werde weiter berichten, und bin an Euren Meinungen interessiert.
da das Problem bei beiden Kraftsoffarten identisch ist, kannst Du schon mal ausschließen, das der Verdampfer, dem HWT das "wrme Wasser klaut", wobei ich dazu noch eine Frage habe, hängt der Verdampfer im direktem Fahrtwind ???
Des weiteren kannst Du eigentlich relativ einfach Herausfinden, ob der HWT dicht ist.
Wenn Du auf Gas fährst, hast Du dann das Problem, das Dir der Verdampfer vereist???
Wenn nicht, muß zumindest genug Kühlmittel durchfliessen, damit er die Verdampfungsenthalpie auffängt.
Noch eine Verumtung, was ist den mit der Wasserpumpe ???
Es könnte durchaus sein, das sie nicht mehr ausreichend fördert, der kleine Kreislauf hat ja mehr Strömungswiederstände als der große.
eine Frage habe, hängt der Verdampfer im direktem Fahrtwind ???
Nein, direkt nicht. Der Verdampfer ist längs zur Fahrtrichtung unterhalb der Batterie verbaut. Er ist nicht direkt in einem Luftzug.
Zitat:
Wenn Du auf Gas fährst, hast Du dann das Problem, das Dir der Verdampfer vereist???
ist mir ehrlich gesagt noch nie aufgefallen. Ich hab die Anlage seit einigen Jahren. Selbst bei 15° Nachtfrost in Österreich und kaputter Benzinpumpe ging der Motor mit Überbrückung problemlos an (hab mir dann später einen Ducktaster eingebaut um direkt mit Gas zu starten).
Zitat:
muß zumindest genug Kühlmittel durchfliessen, damit er die Verdampfungsenthalpie auffängt
Die Umschaltung auf Gas habe ich auf 25° eingestellt. Das funktioniert auch. Wei gesagt, es kommt auch etwas Wärme im HWT an, aber eben nicht besonders viel. Wenn ich über die Avus heize kommen max. 80-85°F (also max. ca. 25°C) direkt in der Lüftungsdüse an. Das ist aber zu wenig uim diesen großen Raum zu erwärmen. Noch dazu ist ja die hintere Heizung auch noch außer Betrieb, weil geplatzt.
Zitat:
Noch eine Verumtung, was ist den mit der Wasserpumpe ???
Wasserpumpe war defekt, eine neue wurde eingebaut, wobei diese bereits mrgen wieder ausgebaut werden muß, da sie undicht ist. Das Kühlwasser fließt aus der Schaftbohrung. Ist wohl eine Montagspumpe. Ne neue wird morgen verbaut.
Zitat:
Des weiteren kannst Du eigentlich relativ einfach Herausfinden, ob der HWT dicht ist.
Hast Du da genauen einen Tipp dazu?
Angenommen es ist Kesselstein im HWT - bekommt man den wieder raus? Der Kühlerreiniger machte mir da nicht so den geeigneten Eindruck. Nichtionische und anionische Tenside klingt mehr nach Waschmittel, als etwas saures. Ich hatte schon an Essigessenz als Zusatz zum Kühlwasser nachgedacht. Irgend ein Tipp? Im Heizungsbau gibt es auch Mittel zum entkalken von Heizungsanlagen - die haben aber wohl Säure drin - da mag ich nicht eine Kopfdichtung sein. Klar, Essig ist auch eine Säure. Kommt dann evtl. auf die Mischung an. Essigsäure oder Zitronensäure?
Auch wissen wir nicht gerade, was das mit nem Frostschaden zu tun hat?
Wenn die Wapu nicht mehr liefert, würde der Motor insgesamt zu heiß werden.
Vielleicht hast Du doch noch Luft im System, weil der Verdampfer höher liegt, als der Ausgleichsbehälter???
Was wurde eigentlich genau erneuert?
Erneuert wurden die Rohre hinter dem Motor, also das Verteilerrohr zur hinteren Heizung. Das ist komplett raus, und der Ausgang aus dem Zylinderkopf geht jetzt direkt zum Heinzungseingang. Der Verdampfer hängt hinter der Heizung, wobei der Ausgang wieder zum Rücklauf, also Richtung Thermostat, fließt.
An eine nicht richtig entlüftete Anlage hab ich auch schon gedacht. Das höchstgelegene Element ist dabei der HWT, wobei der Zulauf unter dem Rücklauf liegt. Luftblasen sollten also rausgeschwemmt werden.
Eine weiter Idee war auch noch dass überhaupt kein Wasser fließt, und die Erwärmung nur auf Strahlungswärme im Wasser zurückzuführen wäre. Die Idee ist abe so abwegig....
Die Wasserpumpe wäre natürlich auch noch ein Punkt. Warum geht eine Wasserpumpe nach ca 10 Tagen Nutzung kaputt? Ich war heute schon bei Mike&Frank wo die Pumpe her stammt. Natürlich ist das der erste Fall dieser Art. Kommt nie vor, und wenn dann sind andere Fehler beim Einbau gemacht worden. Klar, würde ich vermutlich auch erst mal sagen. Aber dass die Wellendichtung eine ganze Ladung Kühlwasser raus schmeißt ist schon heftig.
Wenns hilft könnte ich morgen mal ein paar Fotos machen. Sagt bescheid.
grundsätzlih kann eine Wasserpumpe natürlich mal kaputt gehen, stellt sich die Frage, wie alt sie ist !
Fotos sind immer hilfreich!
Gruß
Klaus
Hallo Klaus -
das Alter hatte ich doch geschrieben: 10 Tage! Die neue ist schon in der Werkstatt und wird heute verbaut. Dann kann ich vielleicht schon morgen etwas neues berichten.
Ich merke aber, dass es jetzt eigentlich nicht mehr ums Gas geht, da ja meine ursprüngliche Vermutung mit einer Durchflussminderung im Verdampfer war, die sich aber offenbar nicht bewahrheitet hat. Vielleicht sollte man wo anders weiter diskutieren, und diesen Forenbereich sauber halten? Sagt bescheid wenn das besser ist. Ich freue mich aber trotzden über jeden Hinweis oder Tipp.